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Ehemaliger Coach von RB Leipzig: Sebastian Hoeneß findet Debatte um Europacup-Reisen "nachvollziehbar"

Von (RBlive/dpa/fri) 11.02.2021, 14:23
Sebastian Hoeneß war einige Jahre als Nachwuchscoach bei RB Leipzig tätig.
Sebastian Hoeneß war einige Jahre als Nachwuchscoach bei RB Leipzig tätig. imago/Sebastian Huebner

Trainer Sebastian Hoeneß von der TSG 1899 Hoffenheim hat Verständnis für die Kritik an den Europacup-Reisen des Profifußballs. "Im Endeffekt ist es so, dass wir in einer Blase leben. Trotzdem kann ich diese moralische Debatte nachvollziehen", sagte der 38-Jährige bei einer Online-Pressekonferenz des Bundesligisten am Donnerstag.

Hoffenheim gegen Molde in Spanien, RB gegen Liverpool in Ungarn

"Wir werden das so demütig wie möglich angehen", sagte Hoeneß, der von 2014 bis 2017 als Nachwuchstrainer bei RB Leipzig tätig war, vor dem Europa-League-Hinspiel am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr) gegen Molde FK. Die Partie wird wegen der Einreisebeschränkungen in Norwegen im Stadion des FC Villarreal in Spanien stattfinden.

In der Europa League und Champions League sind aus ähnlichen Gründen mehrere Begegnungen in andere Länder verlegt worden. So spielen RB Leipzig gegen den FC Liverpool (16. Februar) und Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City (24. Februar) in Budapest. Die rege Reisetätigkeit der Clubs in der Corona-Pandemie ist umstritten. "Es liegt nicht an mir, das in irgendeiner Form zu bewerten", sagte Hoeneß. Man sei natürlich froh, spielen zu dürfen.

Von verschiedenen Politikern, allen voran SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, hatte es scharfe Kritik an dem Stadion-Hopping der Klubs gegeben.