Die RB-Spieler in der Einzelkritik

Forsberg, Laimer, Nkunku: "Best-of" nach frühem Weckruf

Leipzigs Spieler geraten gegen Fürth früh in Rückstand. Schneller Ausgleich verhilft Sachsen zu Leistungssteigerung und Kantersieg.

Von Martin Henkel und Ullrich Kroemer Aktualisiert: 14.03.2022, 10:43
Hiergeblieben: Leipzigs Forsberg (l.) lässt Fürths Hrgota nicht von der Leine
Hiergeblieben: Leipzigs Forsberg (l.) lässt Fürths Hrgota nicht von der Leine (imago/zink)

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 6:1 (4:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth gesehen:

Peter Gulacsi: Am Gegentor, dem einzigen Schuss, den er auf das Tor bekommen hat, hatte Pete Gulacsi diesmal eine Aktie. Der Ball schlug in der Torwartecke ein, Gulacsi streckte den Fuß vergebens. Sonst natürtlich auf dem Posten. Auch bei den beiden Distanzschüssen zum Ende der ersten Hälfte, als er sich streckte, aber nicht eingreifen musste, weil die Schüsse knapp ihr Ziel verfehlten. Note: 3.

Mohamed Simakan: Anfangs war der Franzose merkwürdig unsicher, ließ sich direkt nach dem frühen Gegentreffer kurz vor dem eigenen Strafraum einen Ball abnehmen und verlor die Kugel auch Mitte der ersten Hälfte nochmal in zentraler Position. Machte aber mit seinem ersten Treffer im Trikot von RB Leipzig per Kopf alles wieder gut.  Note: 2,5.

Willi Orban: Unglücklicher Start für den Routinier in die Partie, als er Lewelings Schuss so abblockte, dass der Ball zum Fürther Stürmer zurücksprang, der Leipzigs Abwehrchef beim zweiten Torschuss tunnelte. Hatte danach aber mit Abstand die meisten Ballkontakte (110) und lenkte das Spiel cool von hinten heraus. Note: 2,5.

Josko Gvardiol: Hätte eigentlich gar nicht spielen sollen, musste aber kurzfristig für Klostermann einspringen, der sich beim Aufwärmen gezerrt hatte. War beim Gegentor weit aufgerückt, sodass er überspielt wurde und nicht eingreifen konnte. Bei weitem nicht so präsent wie sonst. Note: 3.

Benjamin Henrichs: Mit Henrichs läuft es gerade besser auf der rechten Seite bei RB als mit Lukas Klostermann oder Nordi Mukiele. Henrichs ist torgefährlich wie bei seinem Tor zum 4:1 und zieht über die rechte Seite viele Angriffe mit auf. Dass die rechte Seite diesmal viel besser eingebunden war als gegen Freiburg, war auch sein Verdienst. Note: 2.

Konrad Laimer: War vor allem in der ersten Hälfte gefragt, als er die rechte Seite überlud, ackerte, Bälle eroberte und nach dem frühen Gegentor alles gab. Traf dann nach perfektem Konter technisch exzellent mit einem Chip über Keeper Linde erneut selbst. Gerade nicht wegzudenken aus dem Team, Laimer ist aktuell wohl in der besten Verfassung, die er je bei RB Leipzig hatte. Note: 2. 

Amadou Haidara: Wirkte wie ein Fremdkörper im RB-Spiel, fand auf der Doppel-Acht nicht seine Position und gewann keinen einzigen Zweikampf. Stand beim 0:1 im luftleeren Raum und ließ Leweling ohne Gegenwehr passieren. Note: 4.

Angeliño: Diese erste Hälfte war wohl die beste von Angeliño für Leipzig. Der Spanier war an allen vier Treffern beteiligt, an zweien direkt. Erst servierte er Silva den schnellen Ausgleich mit einer perfekten Flanke auf den Kopf, dann verlagerte er zu Henrichs, der zum 1:4 traf. Zwischendurch führte er die Ecke aus, die zu Forsbergs 2:1 führte und leitete den Konter ein, den Laimer zum 3:1 abschloss. Nach seinem Treffer im vorherigen Spiel gegen Freiburg ist "Angél" auch als Vorbereiter wieder in Topform. Note: 1,5.

Christopher Nkunku: Erneut herausragendes Spiel des Franzosen. Traf einmal mehr selbst, das 6:1 war sein nächstes Tor im fünften Auswärtsspiel en suite. Leitete darüberhinaus das 3:1 durch Konrad Laimer ein und legte Emil Forsberg das 2:1 auf. Note: 1.

Emil Forsberg: Seit langem mal wieder ein "echter" Forsberg. Echt, weil der Schwede zuletzt ein wenig unter seinen Talenten spielte. Gegen Fürth sehr aktiv, präsent, gedankenschnell und in "Zocker"-Laune. Traf mit feinem Fernschuss zum 2:1. Legte zudem Nkunku das 6:1 auf und servierte für Simakan zum 5:1.  Note: 1.

André Silva: Anfangs mal wieder etwas umständlich unterwegs. Verhedderte sich zwei Mal in sich und der Abwehr der Fürther. Dann aber das wichtige Kopfballtor zum schnellen Ausgleich, sein 50. Bundesligatreffer. Leitete zudem das 3:1 indem er sich einen verunglückten Fürther Standard am eigenen Sechzehner schnappte, Doppelpqass mit Angeliño spielte, anschließend mit einer punktgenauen Bogenlampe Nkunku bediente, der mit der Stirn wiederum für Laimer auflegte. Der formschönste Konter der laufenden Saison. Note: 2.

Marcel Halstenberg (59.): Der nächste Einsatz nach neun Monaten Verletzungspause. Spielte gediegen, hatte nach einer Ecke sogar die Chance auf einen Treffer. Note: 2,5.

Dominik Szoboszlai (59.): Fremdkörperte ein wenig nach seiner Einwechslung, was daran gelegen haben mag, dass die Messe schon gelesen war. Muss sich momentan hintenanstellen und scheint darauf nur wenig Lust zu haben. Note: 3,5.*

*Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute eingewechselt wurden.

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