RB Leipzig

Elf Orbans müsst ihr sein! Die Spieler von RB Leipzig in der Einzelkritik nach dem 1:2 beim 1. FC Köln

Von Martin Henkel, Ullrich Kroemer 21.04.2021, 09:25
Lasche Leipziger Abwehrleistung: Dayot Upamecano.
Lasche Leipziger Abwehrleistung: Dayot Upamecano. Rolf Vennenbernd/dpa Pool/dpa

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 1:2 gegen den 1. FC Köln gesehen:

Peter Gulacsi: Der Keeper sah durch die Passivität seiner Abwehrspieler auch nicht gut aus. An Hectors Kopfball beim 1:0 war er noch dran, mit etwas Fortune hätte er den Ball noch parieren können. Und auch zweite Tor sah nicht unhaltbar aus. Keine Fehler von Gulacsi, aber eben auch keine Glanztaten. Note: 3,5.

Lukas Klostermannn: In den entscheidenden Situationen fehlten dem schnellen Athleten Konzentration und Zweikampfhärte. Gewann nur zwei seiner sieben Zweikämpfe und ließ dann auch Horns Flanke vor dem 1:0 zu; beim 2:1 ließ er sich erst von Wolf mit einer Hackenablage düpieren und begleitete dann Hector eher, als ihm mit aller Macht den Ball abnehmen zu wollen. Ein Willi Orban hätte dem laschen Leipziger Abwehrverbund mit seiner Zweikampf- und Willensstärke gut getan. Note: 4.

Dayot Upamecano: Wirkte wie auch andere seiner Abwehrkollegen teilweise abwesend, gedanklich langsam und inkonsequent. War beim 1:0 indisponiert und halbherzig gegen Hector. Vor dem 2:1 ließ er sich von einem Einwurf überraschen, war zu spät bei Hector und rannte dann gegen den Routinier nur müde hinterher. „Upa” und Kollegen wirkten in Köln so wenig kampfeslustig, als hätten sie an diesem Abend eigentlich etwas anderes vorgehabt. Note: 4.

Marcel Halstenberg: Leipzigs bester Abwehrspieler an diesem gebrauchten Abend. Schaltete sich immer wieder mit in den Angriff ein, spielte einige gute Flanken (zum Beispiel auf Sörloth, 41.) und bereitete das 1:1 durch Haidara vor. Möglicherweise hätte er vor dem 2:1 tiefer stehen und Hector übernehmen müssen, sodass Upamecano hätte im Zentrum bleiben können. Insgesamt aber eines der besseren Spiele von „Halste” in dieser Saison. Note: 2,5.

Nordi Mukiele: So frei, wie er in de 36. Minute an den Ball kam, hätte er treffen müssen. Doch der Ball strich knapp am langen Pfosten vorbei, symptomatisch für die RB-Chancenverwertung. Auch sonst nicht wirklich im Spiel, schwache Zweikampf- und Passquote. Hätte offensiv mehr Akzente setzen müssen. Note: 3,5.

Kevin Kampl: War nicht der Sabitzer-Ersatz, den man sich gewünscht hätte. Strahlte kaum Torgefahr aus, brachte nichts Zwingendes zustande, gewann kaum Zweikämpfe und machte als Führungsspieler keinen Unterschied, außer sich wegen Meckerns eine Gelbe Karte zu ziehen.  Note: 3,5.

Tyler Adams: Bemüht, aber unauffällig, gehörte beim 2:1 zu dem Pulk gehörte, der Hector artig Geleitschutz gab. Musste nach einer Stunde aus taktischen Gründen weichen. Note: 3,5.

Amadou Haidara: Guter Auftritt des Maliers. War agil und überall zu finden. Hatte früh zwei Chancen, köpfte und schoss sie aber knapp vorbei (2.,3.). Erzielte nach Pass von Halstenberg mit einem wuchtigen Schuss das zwischenzeitliche 1:1 (59.). Note: 2,5.

Emil Forsberg: Kommt gegen Ende der Saison nicht mehr recht in Schwung. Wirkte nach dem passablen Spiel gegen Hoffenheim in Köln schwerfällig. Legte zwei Mal Chancen jeweils für Nkunku und über Umwege für Mukiele auf (35., 36.), leitete aber auch das 0:1 ein, als er sich in der Kölner Hälfte von Skhiri den Ball abgrätschen ließ. Note: 3,5.

Christopher Nkunku: Ein verhaltenes Spiel des Franzosen gemessen an seinen Fähigkeiten. Kein genialer Pass, kein riskantes Dribbling. Viel Sicherheitsfußball und zwei Chancen, die er aber nicht im Tor unterbrachte. Beide vor der Pause. Ein Schuss ans Außennetz (5.), ein Tänzchen plus Knaller über die Querlatte (35.). Note: 3,5.

Alexander Sörloth: Durfte von Beginn an ran, weil er trotz seiner zwei Treffer gegen Bremen in der Partie gegen Hoffenheim vorigen Sonnabend auf der Bank sitzen musste. Nutzte die Chance leidlich. Hatte eine Torchance vor der Pause, Effzeh-Keeper Timo Horn aber war bei seinem Kopfball zur Stelle. Leitete das 1:1 mit einem tiefen Lauf und Pass auf Forsberg ein, der Haidara auflegte. Note: 3.

Angeliñ0 (61.): Kam erst, nachdem Kölns Hector seine zwei Treffer erzielt hatte. Danach gab es für RB und den Spanier nicht mehr viel wegzuverteidigen. Hatte eine Torgelegenheit, seinen Freistoß von der Strafraumkante parierte Horn aber mit dem Fuß. Note: 3.

Dani Olmo (61.): Unauffällige 30 Minuten für den Spanier. Hatte nur 16 Ballkontakte. Note: 3,5.

Justin Kluivert (66.): Brachte viel Schwung in die Partie und stresste die Kölner mit schnellen Läufen in die Tiefe und Dribblings. Hätte aber dringend eine seiner zwei Großchancen in der Nachspielzeit verwerten müssen (90., 90.+4). Note: 3.

(RBlive/hen/ukr)