RB Leipzig

„Er hat sich über das Spiel gestellt”: Preetz legt nach 1:2 bei RB Leipzig mit Kritik an Referee Stieler nach

Von (RBlive/sid/dpa/ukr)
25.10.2020, 11:31
Ärgerlich über die Schiedsrichterleistung von Tobias Stieler: Hertha-Manager Michael Preetz.
Ärgerlich über die Schiedsrichterleistung von Tobias Stieler: Hertha-Manager Michael Preetz. imago/Picture Point LE

Hertha BSC arbeitete sich nach dem 1:2 gegen RB Leipzig nicht zuerst an den eigenen Fehlern, sondern an Schiedsrichter Tobias Stieler ab. Der hatte den jungen Deyovaisio Zeefuik nur viereinhalb Minuten nach seiner Einwechslung wegen zweimaligen Foulspiels an Christopher Nkunku Gelb-Rot gezeigt.

Preetz: „Das Spiel hätte einen guten Schiedsrichter verdient gehabt”

Die Mannschaft sei in der Kabine „sehr angefressen” gewesen, habe sich durch die Gelb-Rote Karte „ein bisschen benachteiligt gefühlt”, erklärte Keeper Alexander Schwolow. Vor allem das zweite Gelb gegen Zeefuik sei übertrieben gewesen. „Den Spieler darfst du da nicht vom Platz stellen. Da musst du ein bisschen Fingerspitzengefühl an den Tag legen”, ärgerte sich Schwolow.

Michael Preetz ging mit dem Unparteiischen noch härter ins Gericht. Das „intensive Spiel” hätte „einen guten Schiedsrichter verdient gehabt”, ätzte der Manager. Preetz fühlte sich in den „vielen kleinen und engen Entscheidungen” benachteiligt. Stieler habe sich „ein Stück weit über das Spiel gestellt”, so der Manager. Den entscheidenden Foulelfmeter schloss er dabei aber explizit aus: „Der war eindeutig.”

„Wenn Fouls gepfiffen wurden, dann immer gegen Hertha”

„Wenn Fouls gepfiffen wurden”, so Preetz, „dann immer gegen Hertha BSC”. 22 mal gab es Freistoß für RB, 11 mal pfiff der Unparteiische für die Herthaner, zu deren Spielkonzept es jedoch gehört, den Rhythmus des Gegners mit vielen kleinen Fouls zu stören. „Und wenn ich dann noch sehe, wie er unseren Trainer angesprochen hat kurz vor Schluss - das ist bitter”, legte Preetz nach. Bruno Labbadia hatte kurz vor Schluss die Gelbe Karte gesehen.

Mit vier Niederlagen in Folge und Platz 15 läuft Hertha BSC den eigenen Ansprüchen weiter hinterher. 110,5 Millionen Euro hat der Hauptstadt-Klub 2020 für Transfers ausgegeben und wollte an die internationalen Plätze heranrücken, doch die Realität sieht anders aus.