Forbidden

You don't have permission to access this resource.

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.

  1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Ergebniskrise und Grundsatzdebatte bei RB Leipzig: Zwischen Entwicklung und Erwartung

Ergebniskrise und Grundsatzdebatte RB zwischen Entwicklung und Erwartung

RB Leipzig befindet sich nach dem Hoch zu Saisonbeginn derzeit in einer Talsohle. Dabei geht es um die immergleichen Fragen: Wie viel Geduld bringen Klub und Umfeld für die Entwicklung der jungen Mannschaft mit? Trainer Ole Werner moderiert die Ergebniskrise besonnen und reflektiert.

Von Ullrich Kroemer 16.02.2026, 12:03
Enttäuschung statt Euphorie: Yan Diomande.
Enttäuschung statt Euphorie: Yan Diomande. (Foto: imago/Jan Huebner)

Leipzig – Nach dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg ist RB Leipzig wieder mittendrin in einer Grundsatz-Debatte, die regelmäßig im und um den Klub herum geführt wird, seit die Leipziger in ihrer Premierensaison 2016/17 Zweiter in der Bundesliga geworden waren. Die immergleichen Fragen lauten: Wie viel Zeit für die Entwicklung bekommen Trainer und Mannschaft von der Klub- beziehungsweise Konzernführung und dem Umfeld? Und wie groß ist der Erwartungsdruck, es unbedingt in die Champions League schaffen zu müssen?

Lesen Sie hier: Schäfers Reaktion auf Mintzlaff-Kritik – „Brauchen keinen Wachrüttler”

Trainer Ole Werner ist erst seit einer dreiviertel Saison dabei und spürt gerade jene Diskrepanz zwischen bisweilen überbordender Erwartungshaltung auf der einen und dem Fokus auf Entwicklung auf der anderen Seite. Der Coach holte daher nach dem neuerlichen Patzer im Rennen um die Königsklassen-Plätze angemessen reflektiert zu einer grundsätzlichen Einschätzung aus. „Uns unterscheidet von anderen Mannschaften, wie wir Chancen verwerten. Die spielen auch nicht immer die Sterne vom Himmel, aber gehen mit einer unglaublichen Effektivität zu Werke”, befand der 37-Jährige. „Wir befinden uns in einem sehr engen Rennen, in dem es entscheidend ist, wie effektiv du deine Chancen nutzt. Das ist uns nicht so gelungen wie der Konkurrenz.”

Ole Werner: „Das sind die Momente, in denen Dinge aufgehen”

Gefragt nach den Ursachen der mangelnden Konstanz – spielerisch ebenso wie in der Chancenverwertung – erklärte Werner: „Das ist Entwicklung, die braucht manchmal Zeit. Wenn du Spieler holst, die im Sommer noch niemand kannte, deren Namen viele noch nicht mal gehört hatten, gehört es dazu, dass du Formschwankungen hast”, warb Werner um Geduld.

Lesen Sie hier: „Müssen mit drei, vier Toren in Führung gehen” – Reaktionen nach dem 2:2 gegen Wolfsburg

„Wenn du richtig durch diese Phasen gehst, sind das die Momente, in denen Dinge aufgehen – sowohl bei den Spielern als auch als Mannschaft”, betonte er. Und weiter: „Dass du in dieser Konstellation, mit der wir in die Saison gegangen sind, keine komplette Saison am absoluten Limit spielen wirst, darf niemanden überraschen. Wichtig ist mir, dass die Mannschaft so auftritt wie in dieser Woche insgesamt.”

Finkgräfe: „Vorn verzweifelt, hektisch geworden”

Denn die Partie gegen Wolfsburg war innerhalb der Talsohle, die die Leipziger gerade durchlaufen, ein klarer, spielerischer Fortschritt. Das Powerplay in der ersten Hälfte war mit Ausnahme des Auftritts in den ersten 45 Minuten im Ligaspiel gegen den FC Bayern spielerisch das Beste, was die Mannschaft seit zwei Monaten gezeigt hat. Das Team spielte sich in der dominanten ersten Hälfte wieder jede Menge Chancen heraus, erstickte Wolfsburg phasenweise und reagierte auf den doppelten Rückstand jeweils mit dem Ausgleich.

Doch sobald sich Widerstände auftun, geht den Leipzigern die Souveränität und Konstanz ab. Wohl stellvertretend dafür, wie viele junge Spieler die Phase gerade erleben, schilderte Linksverteidiger Max Finkgräfe: „Wir sind vorn mehr oder weniger verzweifelt, haben hinten dann die Dinger bekommen, und dann wirst du vielleicht hektisch.”

Werner trifft den richtigen Ton und lobt die Einstellung

Werner fand nach Abpfiff den richtigen Ton, sprach die Situation klar an, mahnte zu mehr Effizienz und Konsequenz, nahm sein Team aber auch in Schutz und skizzierte den Entwicklungsplan: „Wenn du unter die ersten Vier kommen willst, musst du das in drei Punkte ummünzen: Das geht mit Vertrauen, Spieler immer wieder in die Situation zu bringen, aufzuzeigen, was man besser machen kann und sie darin zu bestärken, auf ihre Stärken zu vertrauen und diese  auszuspielen. Dann geht so ein Knoten auch wieder auf und dann werden wir aus einer solchen Leistung zwei Punkte mehr holen.”

Am Kabinenspirit und der Einstellung liegt es anders als in der Vorsaison nicht. „Ich habe jetzt auch schon ein paar Stationen und Kabinen erlebt: Das ist eine Mannschaft, die jeden Tag von morgens bis abends alles auf dem Trainingsgelände dafür gibt und tut, besser zu werden und als Mannschaft erfolgreich zu sein”, lobte Werner.

Werner über Mintzlaff-Ansage: „Vielleicht genau der richtige Moment”

Inwiefern die deutliche Ansage und öffentliche Kurskorrektur von Oliver Mintzlaff unter der Woche in der aktuellen Situation hilfreich für Werner & Co. war oder nicht, konnte man höchstens zwischen den Zeilen lesen. „„Jeder kann sich immer äußern, unser Aufsichtsratsvorsitzender sowieso. Vielleicht war es genau der richtige Moment. Für uns ist wichtig, dass wir genau wissen, wo wir stehen, dass wir uns auf unsere inhaltlichen Themen konzentrieren und unsere Spieler weiterentwickeln”, umriss Werner seinen Fokus.

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.