RB Leipzig

FCK-Fans empfangen Marius Müller unterkühlt

31.07.2017, 09:41
Marius Müller legte sich zum Auftakt der Saison in Kaiserslautern den Ball selbst ins Tor. Nicht der einzige Tiefschlag des Nachmittags.
Marius Müller legte sich zum Auftakt der Saison in Kaiserslautern den Ball selbst ins Tor. Nicht der einzige Tiefschlag des Nachmittags. imago/Zink

Kein guter Empfang für RB-Leihgabe Marius Müller und Gino Fechner in Kaiserslautern. FCK-Fans zeigten vor dem Spiel gegen Nürnberg ein Banner, in dem sie ihre Neuzugänge wieder in die Wüste schickten.

Mieser Tag für Keeper Müller

„Schon wieder nicht auf den Charakter geschaut, Müller und Fechner seht zu, dass ihr abhaut“, dichteten darauf ein paar Fans. Hintergrund ist der bei vielen FCK-Fans nicht gut gelittene Ex-Klub der beiden. Torwart Müller wechselte nach einem Jahr leihweise zurück nach Kaiserslautern. U20-Nationalspieler Fechner verließ Leipzig nach der Auflösung komplett für eine geringe Ablöse.

Gino Fechner wurde bei der 0:3-Niederlage in Nürnberg zum Zweitligaauftakt eingewechselt. Marius Müller erlebte als Nummer 1 einen denkwürdigen Nachmittag. Beim 0:1 konnte er einen Ball nur nach vorn abklatschen lassen. Beim 0:2 schob er sich eine Ecke mit den Händen selbst ins Tor.

Marius Müller sieht Fanaktion entspannt

„Das ist natürlich ein Einstand für mich, den ich mir so nicht gewünscht habe. Ich habe zwei Gedanken gehabt, einen zu viel. Erst will ich den Ball fangen und sehe dann, dass er länger kommt. Da wollte ich ihn wegfausten“, erklärte Marius Müller laut Der Betze brennt nach der Partie zu seinen Fehler beim 0:2. Die Aktion der Fans nahm er eher gelassen auf. „Das ist alles legitim, sollen sie machen, die Fans haben ihre Gründe dafür.“

Schon in der Vergangenheit waren Fans des 1.FC Kaiserslautern immer wieder mit Protest gegen RB Leipzig aufgefallen. Beim ersten RB-Gastspiel in der Pfalz wurden die Sachsen mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen. Beim zweiten Gastspiel wurde der nach Leipzig gewechselte FCK-Kapitän Willi Orban ausgepfiffen. Auch der Wechsel von Marius Müller nach Leipzig stieß bei manchem Kaiserslautern-Fan auf wenig Gegenliebe.