RB Leipzig

Frisch in die rote Zone: Wieso RB Leipzigs Torschütze Emil Forsberg gegen Union Berlin zunächst auf der Bank saß

Von (RBlive/hen) 21.01.2021, 11:54
Top Job! RB-Coach Julian Nagelsmann gratuliert Matchwinner Emil Forsberg
Top Job! RB-Coach Julian Nagelsmann gratuliert Matchwinner Emil Forsberg imago/Christian Schroedter

Er kann es auch von der Bank aus. Emil Forsberg hat beim 1:0 gegen Union Berlin das Siegtor als Reservist erzielt (70.). Es ist sein erstes aus dem Unterstand, die anderen drei Ligatreffer gelangen ihm jeweils als Startelfspieler.

Ist das vielleicht der neue Plan? Den Schweden zum Nils Petersen von RB Leipzig zu machen? Der Freiburger Torjäger trifft meist nur von der Bank weg, das aber mit bestechenden Daten: Mit 30 Wechselspielertoren war noch nie ein Joker in der Bundesligageschichte besser als der gebürtige Sachsen-Anhaltiner aus Wernigerode.

Verjüngt und angespornt

Natürlich nicht. Forsberg ist einer der Gewinnerspieler der neuen Saison unter Trainer Julian Nagelsmann. Elf von 17 Spielen in der Liga hat er von Beginn gespielt. Dazu kommen fünf weitere Einsätze in der Champions League, alle in der Startelf, und zwei im DFB-Pokal (1/1).

Forsberg, verjüngt und angespornt durch die Rückversetzung ins zweite Glied vergangene Saison, ist auf dem besten Weg, seinen Gesamteinsatzrekord von 17/18 zu knacken. Damals kam er auf 33 Spiele, jetzt, zum Abschluss der Hinrunde, hat er schon 25!

Deshalb auch die Erfrischungspause auf der Bank gegen Union. "Die Idee dahinter", so Nagelsmann, "war die, dass Christopher Nkunku und Dani Olmo etwas frischer waren als Emil, der zuletzt unglaublich viel Spielzeit hatte." Der Trainer betonte noch einmal, dass der 29-Jährige "aktuell deutlich mehr spielt und trainiert, als er es die letzten Jahre getan hat. Von dem her war es keine dramatische Situation."

Rentenvereinbarung angestrebt?

Schon gar nicht mit dem Effekt, dass Forsberg in der 60. Minute die ausgeruhten Beine ins Laufen brachte und zehn Minuten später Unions Keeper Andreas Luthe endlich - und das einzige Mal an diesem Abend - bezwungen war. Forsberg spielte in der "roten Zone", wie Nagelsmann den Strafraum bezeichnete, Doppelpass mit Olmo und schloss die zweite Vorlage durch den Spanier mit einem Schuss aus der Drehung kurz hinter der Strafraumgrenze ab. Job erledigt! Nagelsmann: "Er hat es sehr gut gemacht!"

Gute Argumente also für eine mögliche Vertragsverlängerung. Das Arbeitspapier des "Zehners" läuft 2022 aus. Der Schwede hat bereits durchblicken lassen, dass er sich eine Rentenvereinbarung vorstellen kann. Er ist ja schon seit Januar 2015 vor Ort.