Gerüchte Über frühere Anfrage bei Eberl

Mintzlaff: „Schwachsinn! Konnten erst im Sommer ernsthafte Gespräche führen”

Von ukr Aktualisiert: 21.09.2022, 10:40
Oliver Mintzlaff bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Spobis am 20. September in Düsseldorf.
Oliver Mintzlaff bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Spobis am 20. September in Düsseldorf. (Marco Steinbrenner/dpa)

Die Umstrukturierung und Neuordnung der Kompetenzen bei RB Leipzig ist nach der Ankündigung des Wechsels des neuen Sport-Geschäftsführers Max Eberl bereits in vollem Gange. Laut Sport-Bild (Print) soll der neue starke Mann künftig gemeinsam mit Cheftrainer Marco Rose den Kader planen, Transfers selbst verhandeln und sportliche Entscheidungen treffen.

Oliver Mintzlaff wird sich auf die Funktion des Supervisors zurückziehen, der die Finanzen im Blick hat und den Verein strukturell voranbringt. In diesen Bereichen liegen auch die Stärken des einstigen Beraters von Ralf Rangnick.

Mintzlaff über sein Wirken bei RB Leipzig: „Macht ist ein Wort, das mir fremd ist”

Dass Mintzlaff so viel Einfluss abgeben wird, ist konsequent, aber kommt überraschend, da der 47-Jährige in den vergangenen drei Jahren nach dem Abgang von Rangnick selbst zum mächtigen Entscheider geworden war, der wichtige Verhandlungen selbst führte und sich auch sportliche Themen auf den Tisch zog und dafür Verantwortung übernahm.

„Macht ist ein Wort, das mir fremd ist. Es wurde immer wieder kolportiert, dass ich alles allein machen will und niemand anderen zulasse”, sagte Mintzlaff nun am Rande des Sportbusiness-Kongresses Spobis bei Sport1.

Dieses Klischee sei „totaler Schwachsinn“, betonte Mintzlaff. „Ich war immer auf der Suche nach einem starken Mann, der auch ein Gesicht für RB Leipzig werden soll. Es freut mich, dass wir den stärksten Mann bekommen konnten, den es in Deutschland gibt“, so der gebürtige Bonner.

Zu den heftigen Diskussionen, die das Engagement von Eberl bei Rasenballsport auslöste, zeigte Mintzlaff zumindest teilweise Verständnis. „Ich kann verstehen, dass es eine besondere Brisanz hat, wenn jemand von Gladbach zu RB Leipzig wechselt“, sagte er. „Im Fußball gehört das dazu. Man darf aber Grenzen nicht überschreiten.“

Der künftig also wieder weniger einflussreiche RB-Boss – zumindest was sportliche Belange angeht – äußerte sich auch zu den hartnäckigen Gerüchten, dass er bereits vor Eberls Abgang in Gladbach zu Beginn des Jahres mit dem Manager verhandelt habe.

Igli Tare sollte Sportdirektor bei RB Leipzig werden

„Das ist natürlich völliger Schwachsinn. Wir konnten erst im Sommer ernsthafte Gespräche führen“, sagte Mintzlaff. Das impliziert allerdings nicht, dass es nicht bereits früher lose Gespräche zwischen den beiden Funktionären gegeben haben könnte. Eberl hat sich dazu bislang nicht geäußert.

Am 5. März hatte Mintzlaff erstmals davon gesprochen, nicht nur einen Sportdirektor, sondern einen Sportchef verpflichten zu wollen. Die im vergangenen Dezember agekündigte „1A-Plus-Lösung” mit internationalem Profil soll laut Süddeutscher Zeitung der Ex-Bundesligaprofi Igli Tare gewesen sein, der Sportdirektor bei Lazio Rom ist.

Doch der Wechsel zu RB soll geplatzt sein. Nach dem DFB-Pokalfinale 2022 hatte Mintzlaff nach eigenen Angaben begonnen, intensiv um Eberl zu buhlen.

></div></div><div class=