RB Leipzig

Kahn verlor die Fassung: So reagierte der FC Bayern auf Oliver Mintzlaffs Ablöse-Forderung für Julian Nagelsmann

25.10.2021, 10:57
RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l.) und RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.
RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l.) und RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. imago images/Eibner

Volker Struth ist einer der einflussreichsten Spielerberater des Landes. Die Bild hat nun vor der offiziellen Veröffentlichung Auszüge aus seinem Buch „Meine Spielzüge. Aus der Kohlensiedlung zum erfolgreichsten Spielerberater Deutschlands“ abgedruckt. Darin finden sich auch allerhand spannende Details über den Transfer von Julian Nagelsmann vom FC Bayern zu RB Leipzig im vergangenen Sommer. Laut Struth, der Nagelsmann seit 2020 berät, forderte RB zunächst 30 Millionen Euro Ablöse für den 34-Jährigen. Eine Summe, die der Bayern-Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn am Telefon ungläubig mit "Das ist ja Waaahnsinn!" kommentierte.

Der Rekordmeister hatte neun Millionen offeriert, Nagelsmann Berater 15 Millionen vorgeschlagen. „Herr Mintzlaff, jetzt, wo Sie das Buch aufgeschlagen haben, müssen wir zu einer Einigung kommen. Sie können Julian nicht mehr halten“, sagte Struth eigenen Angaben zufolge zum RB-Geschäftsführer. Letztlich einigten sich die Parteien auf etwas mehr als 20 Millionen Euro. Mit Bonuszahlungen könnte die Summe laut „Kicker“ auf bis zu 25 Millionen steigen - sofern Nagelsmann bis 2026 zweimal das Double aus Meisterschaft und Pokal gewinnt.

RB Leipzig: Mintzlaff drückte bei Verhandlungen mit dem FC Bayern aufs Tempo

Zudem enthüllte Struth, dass Mintzlaff bei den Verhandlungen aufs Tempo drückte. „Das Ganze muss bis Sonntag abgewickelt sein. Ich werde nicht zulassen, dass sich die Verhandlungen ziehen. Wir müssten selbst einen Trainernachfolger bestimmen, das muss alles schnell gehen, damit keine Ungewissheit in der Mannschaft aufkommt. Bis Sonntag steht der Deal, oder ich blase alles ab", gibt Struth den RB-Boss wieder.

Weiteres interessantes Detail: Bayerns Sport-Vorstand Hasan Salihamidzic bat Nagelsmann aufgrund der Trainer-Rekordablöse um Abstriche beim Gehalt. "Damit kommst du früh um die Ecke, Hasan. Alles ist fest vereinbart!", schreibt Struth zu Salihamidzics spät kommunizierter Bitte. "Ja, das wusste er natürlich, aber als sie Julian das Angebot machten, waren sie nicht davon ausgegangen, über 20 Millionen an Leipzig entrichten zu müssen." Nagelsmann willigte ein und verzichtete auf 15 Prozent seines vereinbarten Salärs. Allzu schmerzhaft war die Geste für ihn nicht: Der 34-Jährige soll pro Saison etwa 7,5 Mio. bis 8 Mio. Euro brutto verdienen.