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Kölns Coach Steffen Baumgart vor Spiel gegen RB Leipzig: "Wir können jedem Gegner wehtun" - 3:6 gegen Man City "irrelevant"

Von (RBlive/dpa/fri) 16.09.2021, 14:40
Steffen Baumgart (1. FC Köln) hat RB Leipzig fest im Blick. 
Steffen Baumgart (1. FC Köln) hat RB Leipzig fest im Blick.  imago images/Herbert Bucco

Das Bundesliga-Überraschungsteam 1. FC Köln will seinem Stil auch im Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Vizemeister RB Leipzig treu bleiben. „Wir wollen vorne Bälle gewinnen, vorne Ansätze haben, um nach Ballgewinn einen kurzen Weg zum gegnerischen Tor zu haben“, sagte Trainer Steffen Baumgart angriffslustig: „Wir können jedem Gegner wehtun.“ RB steht nach dem 3:6 (1:3) in der Champions League bei Manchester City und nur einem Sieg aus vier Bundesliga-Spielen unter Druck.

Schon im Duell gegen Meister Bayern München (2:3) habe sein Team bewiesen, dass es gegen qualitativ besser besetzte Mannschaften bestehen könne, so Baumgart. „Gegen Bayern haben wir unabhängig vom Ergebnis mutig nach vorne gespielt. Das will ich sehen. Egal, ob es 1:0 oder 0:1 steht."

Baumgart hat Spiel von RB Leipzig gegen Man City nicht verfolgt

Von der Leipziger Auftaktpleite in der Champions League will sich Baumgart nicht blenden lassen. „Das ist nicht das Spiel, das für die Bundesliga relevant ist“, sagte der 49-Jährige. Er habe das Spiel auch nicht verfolgt, sondern lediglich „die Tore gesehen. Ich hatte einen schönen Abend in anderer Gesellschaft“, sagte Baumgart.

Für den neuen Kölner Trainer gehört Leipzig „zum Besten, was die Bundesliga zu bieten hat“. Vizemeister Leipzig liegt unter dem neuen Coach Marsch nach drei Niederlagen in den ersten vier Spielen - darunter das jüngste 1:4 gegen den FC Bayern - nur in der unteren Tabellenhälfte. Köln hingegen holte aus den ersten vier Partien sieben Punkte und musste sich in München nur knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Dieses Spiel sieht Baumgart als Maßstab dafür, wohin die Entwicklung seines Teams gehen solle. „Ich erwarte wie in München, dass wir unabhängig vom Ergebnis spielen“, sagte der Ex-Stürmer und kritisierte das passive Verhalten nach der Führung beim SC Freiburg, das noch zum späten 1:1 geführt hatte. Und einen Sieg wie den der Kölner gegen Leipzig im April (2:1) wolle er in Zukunft auch nicht. Baumgart: „Dass sie damals gewonnen haben, war Zufall. Wenn man gewinnt, sollte schon etwas dahinterstecken.“

Baumgart: In Sachen Infrastruktur hinkt der 1. FC Köln „einigen Zweitligisten“ hinterher

Vom aktuellen Tabellenplatz sieben will sich der 49-Jährige nicht blenden lassen. In Sachen Infrastruktur hinke der FC „einigen Zweitligisten“ hinterher. Das Potenzial im Klub sei groß, „das wurde bislang aber nicht ausgeschöpft“. Als Beispiel nannte der Trainer die Kabinen im Nachwuchsleistungszentrum, „da sind wir am unteren Ende der Fahnenstange“.

Baumgart hofft auf Unterstützung aus allen Bereichen der Stadt, für die der FC „der größte Werbeträger“ sei. „Wir wollen als Klub einen guten und geilen Weg nach oben finden“, sagte der frühere Paderborn-Coach: "Dafür brauchen wir alle in einem Boot.