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Millionen-Paradies So plant RB mit dem Königsklassen-Geld

Neue Verträge für Yan Diomande und Ole Werner, eine weitere Leihe von Brajan Gruda: RB Leipzig hat nach der sicheren Qualifikation zur Champions League schon Pläne.

10.05.2026, 09:25
Die Entscheider: RB Leipzigs Loge.
Die Entscheider: RB Leipzigs Loge. (Foto: Jan Woitas/dpa)

Leipzig/dpa/ukr – Jürgen Klopp jubelte auf der Tribüne, Oliver Mintzlaff gratulierte in der Kabine, Ole Werner gab den Partybefehl: Die Erleichterung über die Rückkehr in die Champions League war bei RB Leipzig auf allen Ebenen zu spüren. Das krampfige 2:1 gegen den FC St. Pauli und damit die Absicherung des dritten Platzes in der Fußball-Bundesliga bildet das Fundament für die nächste Saison. Und da hat Leipzig große Pläne.

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So viel Geld ist sicher, so viel kann es werden

Für die Qualifikation zur Königsklasse erhält Leipzig rund 18,5 Millionen Euro. Dass dies aber nur ein Drittel der einplanbaren Einnahmen ist, verdeutlicht die bisher letzte Champions-League-Saison 2024/25. Dort gewann Leipzig nur ein Spiel, nahm aber aufgrund des Verteilungsschlüssels der UEFA, der die Leistungen aus früheren Jahren belohnt, fast 59 Millionen Euro ein. In seinen bisher acht Europapokal-Saisons nahm RB laut Uefa fast 410 Millionen Euro an Prämien ein. Gelingt RB eine stabile Champions-League-Saison, sind in dem neuen Modus etwa 80 Millionen Euro drin. 

Neue Verträge für Diomande und Werner

Zunächst soll das Geld in zwei Säulen des Teams investiert werden. Yan Diomande soll einen neuen Vertrag bekommen – definitiv mit Gehaltserhöhung, womöglich mit Ausstiegsklausel. „Er ist der Spieler, der den Unterschied ausmacht. Er ist explodiert, ist absoluter Schlüsselspieler”, sagte Sportchef Marcel Schäfer. „Wir werden natürlich über seinen Vertrag sprechen. Leistung wird honoriert.”

Auch mit Trainer Ole Werner soll über 2027 hinaus verlängert werden. „Er ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Wir haben immer ein Interesse daran, eine erfolgreiche Zusammenarbeit fortzuführen”, sagte Schäfer. Die Teilnahme an der Champions League gebe nun Planungssicherheit.

Poker um Gruda

Bei den Verabschiedungen vor dem Anpfiff fehlte Brajan Gruda. Der von Brighton ausgeliehene Dribbler muss zunächst zurück nach England, sein Sehnsuchtsort heißt aber Leipzig. „Ein Abschied vor so einem wichtigen Spiel, ist nicht das, was Brajan wollte”, sagte Schäfer. Leipzig – und dem Vernehmen nach auch Brighton – schwebt eine weitere Leihe mit Kaufpflicht vor. Die Ablöse werde laut Schäfer der Knackpunkt: „Wenn ich den Betrag aus England höre, könnte das auch in drei Sekunden beendet sein.” Mehr als 30 Millionen Euro sollten es aus RB-Sicht nicht werden. Doch es werden sich Wege finden, sich zu einigen.

Die Verkaufskandidaten

Verkaufen muss Schäfer trotzdem. „Wer unseren Club kennt, weiß, dass Zahlen eine äußerst wichtige Rolle spielen”, sagte der 41-Jährige. Also sind auch Abgänge nötig. Doch die Dimension der vergangenen drei Jahre, als eine halbe Mannschaft an Leistungsträgern verkauft wurde, wird es in diesem Sommer nicht geben.

Recht sicher scheint der Abgang von Castello Lukeba, der Innenverteidiger wird mit Manchester United in Verbindung gebracht. Zudem könnte es David Raum wegziehen, der Kapitän besitzt angeblich eine Ausstiegsklausel von rund 40 Millionen Euro. Bei Antonio Nusa muss man schauen, ob sich für ihn durch die WM ein Markt ergibt. Zudem ist offen, wer sich von den Kandidaten verändern möchte, die wenig gespielt haben wie Lukas Klostermann, Johan Bakayoko sowie Benjamin Henrichs. Und ob für die Talente Tidiam Gomis, Andrija Maksimovic, Suleman Sani und Ayodele Thomas eine Leihe Sinn machen könnte. Doch das wird der Sommer bringen. 

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