RB Leipzig

Nach Testspiel gegen Ajax: RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch hält sich Sandhausen-Elf offen und gibt Entwarnung bei Haidara

Von Martin Henkel 31.07.2021, 20:10
Jubeln mit den Fans: RB-Coach Marsch feiert das 1:1 gegen Ajax, Orban (M.) und Raebiger applaudieren
Jubeln mit den Fans: RB-Coach Marsch feiert das 1:1 gegen Ajax, Orban (M.) und Raebiger applaudieren imago images/Picture Point LE

RB Leipzig hatte Glück Samstag frühen Abend in Gröding. Die kleine Marktgemeinde liegt im Salzburger Becken und wird vom Untersberg beschützt. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Regenfront, die sich bis ins 60 Kilometer südlich gelegene Saalfelden erstreckte, blieb am Gipfel des Berges einfach hängen.

Das Wetter meinte es gut

Zumindest solange der Bundesligist im Grödinger Stadion seine Saisonstartverfassung testete. Die Generalprobe fiel heiter bis wolkig aus, und wenn man weiß, wie Wind und Regen aufs Gemüt schlagen, so war es doch ein Segen, dass es das Wetter bis zum Abpfiff der Partie gegen Ajax Amsterdam gut meinte mit der Reisegruppe, deren einer Teil den Test gegen die Niederländer 1:1 beendete und der zweite seine Übung zuvor gegen Al-Hilal sogar 1:0 gewann. Emil Forsberg entschied die 2 mal 30 Minuten mit einem Strafstoß (41.).

Jesse Marsch konnte also beiden Probespielen was Gutes abgewinnen, auch wenn die erste Hälfte gegen Ajax alles andere als ansehnlich gewesen war. RB lag zur Pause durch Dusan Tadics frühen Treffer 0:1 zurück (4.), Christopher Nkunku glich nach der Pause aus (54.).

"Es war heiß, das Spiel war intensiv, die Jungs haben vier Wochen hartes Training hinter sich", sagte der 47-Jährige, deshalb sei er "zufrieden mit vielen Dingen der letzten Wochen und auch heute." Marsch meinte damit ebenso, dass man das Gegentor mit etwas mehr "Aufmerksamkeit" hätte verhindern können. "Außer dem Gegentor war der Gegner nicht wirklich gefährlich."

Nkunku verpasst Momente

Seine Mannschaft hingegen habe "sehr gut gegen den Ball gearbeitet", weswegen sie "mehr verdient" hätte, als das Remis. Man soll aber nicht vergessen: "Ajax ist ein super Team, gerade gegen den Ball. Das war ein super Test für uns!"

Was Marsch nicht ganz so gefallen hatte: die Momente nach Ballgewinn. "Nicht nur der finale Pass", auch der "vorletzte" sei nicht so gut gewesen, bemängelte er. "Die Disziplin gegen den Ball war wichtig, aber ich war auch zufrieden mit den Szenen mit dem Ball." Nur eben nicht, wenn es darum ging, Alexander Sörloth im Sturmzentrum zu bedienen, oder die Außen mit Youngster Hugo Novoa, der sichtliche Probleme mit dem Tempo des Männerfußballs hatte. Auch Nkunku verpasste vor der Pause den ein und anderen Abspielmoment.

Haidara mit Muskelverhärtung

Bleibt nach beiden Spielen die Frage nach der Startelf im Pokal nächstes Wochenende gegen Sandhausen. Gegen Ajax hatte Marsch die Spieler auf dem Feld, die schon am längsten im Training stehen. "Fitness ist deshalb ein Thema, das ich bei der Aufstellung beachten werde", sagte er über die mögliche Elf kommenden Samstag (15.30 Uhr). Aber aus der Gruppe der EM-Fahrer sei Lukas Klostermann "ein Thema für die Viererkette", Konrad Laimer davor ebenso genauso wie Marcel Sabitzer und Emil Forsberg, die mit jedem Tag "fitter sind". Brian Brobbey und Andre Silva im Sturm nicht zu vergessen. Summa summarum: alles ist möglich. "Wir brauchen eine Mannschaft, die 90 Minuten gehen kann."

Nota bene: Amadou Haidara musste gegen Ajax in der 66. Minute ausgewechselt werden. Er griff sich dabei an den rechten hinteren Oberschenkel. Marsch sagte dazu später: "Dudu meinte, die Stelle sei nur hart, aber es schmerze nichts." (RBlive/hen)