RB Leipzig

Ralf Rangnick: Keine Verwendung für Alexander Isak

25.01.2017, 09:06
Sportdirektor bei RB Leipzig: Ralf Rangnick
Sportdirektor bei RB Leipzig: Ralf Rangnick imago/Christian Schroedter

Im letzten Sommer war RB Leipzig noch als Interessent für Alexander Isak gehandelt worden. Nun wechselte das 17-jährige Sturmtalent aus Schweden nach Dortmund. Kein Problem für Ralf Rangnick. Der vergleicht im Interview mit Fußball-BILD Isak vom „Körperbau“ her mit Yussuf Poulsen und Davie Selke. Da man also bereits zwei solche Spieler habe, „brauchen wir momentan keinen weiteren solchen Spielertyp“. Ein Transfer nach Leipzig hätte also derzeit keinen Sinn gemacht.

Borussia Dortmund auf den Spuren von RB Leipzig

Generell stellt Ralf Rangnick fest, dass andere Vereine den selben Transferweg wie RB Leipzig gehen. Vor allem in Dortmund verfolge man die Strategie, junge Talente zu holen. Neben Alexander Isak sprechen auch die Transfers von Emre Mor, Ousmane Dembele und Raphaël Guerreiro dafür.

Im Unterschied zu Dortmund oder Mönchengladbach habe man selbst aber noch zusätzlich eine einheitliche Philosophie im eigenen Nachwuchsbereich. Allerdings hatte Jens Keller an dieser Philosophie kürzlich Kritik geäußert. Die Ausbildung sei für den Nachwuchsbereich zu einseitig, so der Trainer von Union Berlin.

Ralf Rangnick empfindet RB Leipzig als „sexy“

Für den Fall des Einzugs in einen europäischen Wettbewerb kündigt Ralf Rangnick Veränderungen im RB-Kader an. Aufgrund der läuferisch anspruchsvollen Spielweise, brauche man mehr Rotationsmöglichkeiten. „20 gleichwertige Feldspieler“ seien dann das Ziel bei der Kaderplanung. Darum kümmere man sich aber erst, „wenn wir sicher wissen, dass es so ist“.

Kritikern an RB Leipzig entgegnet der Sportdirektor in dem Interview, dass man „stolz“ darauf ist, „modern und attraktiv, sogar sexy“ zu sein. In dem Zusammenhang verweist Ralf Rangnick auf Studien, die eine zunehmende Popularität des Vereins belegen und wachsende Zuschauerzahlen in Leipzig. Zudem lobt er die Fans als „beispielhaft“. Sie beschäftigen sich nicht mit dem Gegner und „machen dabei trotzdem richtig Stimmung, nicht brav sondern leidenschaftlich“. Auch die vorhandene Selbtsironie gefalle ihm.