Die RB-Spieler in der Einzelkritik45 Minuten Kunst genügen

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 18.04.2022, 11:00
Künstler im RB-Trikot: Christopher Nkunku.
Künstler im RB-Trikot: Christopher Nkunku. (imago/Picture Point LE)

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 1:0 (0:0)-Auswärtssieg bei Bayer 04 Leverkusen gesehen:

Peter Gulacsi: War bis auf eine Unsicherheit beim Herauslaufen, als er einen Ball ohne Not mit einer Faust vor die Füße des Gegners bugsierte, die gewohnt sichere Bank. Bewahrte RB mit zwei, drei Topparaden, insbesondere in der ersten Hälfte vor einem Rückstand. Note: 2.

Lukas Klostermann: Solider Job des Nationalspielers, der nur in der ersten Hälfte ein, zwei Mal auf seiner rechten Abwehrseite von Bakker düpiert wurde, als der etwa die Großchance von Diaby einleitete. Note: 3.

Willi Orban: Führte das Team als Abwehrchef auch durch Mimik und Gestik, war an Diaby dran, als der seine Großchance hatte. Hätte um ein Haar wieder selbst getroffen, schoss aber an den Pfosten.  Note: 2,5.

Josko Gvardiol: Unermüdlich auf seiner linken Abwehrseite, hatte wieder die meisten Ballkontakte. Hält sein hohes Niveau und die Konzentration trotz seiner Jugend auch im Saisonendspurt. Note: 2,5.

Nordi Mukiele: Agil und zuverlässiger als sonst, hatte für seine Verhältnisse eine enorm gute Zweikampfquote (83 Prozent). Ein Torschuss, hätte nach vorn noch mehr anschieben können, aber das war in diesem Spiel gegen die starke linke Seite der Leverkusener nicht erste Prämisse. Note: 3.

Tyler Adams: Zeigte gegen Leverkusen, dass RB zur Not auch mal ohne Laimer und Kampl das Defensivzentrum sauber halten kann. Wichtig, dass der US-Amerikaner die viel eingesetzten Kollegen mal entlasten kann. Hatte die Balleroberung vor dem 1:0 und lieferte damit den Assist zum Assist. Note: 2,5. 

Marcel Halstenberg: Starke Zweikampfquote, präsent im Spiel als Angeliño-Ersatz, bei Standards gefährlich. Halste ist wieder ein vollwertiges Teammitglied. Das wird Angel nicht gefallen, ist aber für das Team immens wichtig. Note: 2,5.

Emil Forsberg: Dem Schweden fehlen gerade der Punch und die Gier, die seine jüngeren Kollegen Dani Olmo und Dominik Szoboszlai ausstrahlen. Seine Ballbehandlung ist unumstritten, aber Forsberg kommt zu selten in die zwingenden Situationen bzw. kreiert diese. Spielte gegen Bayer keine wirkliche Rolle, wirkte auch gegen den Ball nicht spritzig genug. Note: 3,5.

Dominik Szoboszlai: Nutzte wie schon gegen Hoffenheim die Chance. Legte sich den Ball vor seinem Tor mit einem perfekten ersten Kontakt ideal zurecht. Kommt immer besser in Schwung, hat die Defensivarbeit für sich wiederentdeckt und macht den Mittelfeldkollegen Druck. Auf dem Weg zurück zu dem Szoboszlai, der er in Salzburg war. Note: 2.

Yussuf Poulsen: Hatte gegen Tah & Co. einen schweren Stand, warf soch aber mit allem rein, was er hat. Schwierige erste Hälfte. Musste dann mit kaputter Hand früh raus. Note: 3.

André Silva: Durfte nach 14 Ballkontakten duschen gehen. Hielt ein paar Bälle, brachte keinen aufs Tor, bekam aber auch keine Zuspiele der Kollegen. Note: 4.

Christopher Nkunku (46.): Mit ihm kam die Wende im Spiel, dem Franzosen reichen auch 45 Minuten, um das Spiel an sich zu reißen. Der Superstar liefert seine Kunst so zuverlässig ab wie ein Maler, der einen Picasso nach dem anderen abliefert, als handele es sich um eine Auftragsarbeit. Steuerte den 16. Assist der Saison bei, bediente Szoboszlai wie es besser nicht geht. Muss aufpassen, dass er nicht zu viel auf Schwalben setzt und Elfmeter einfordert, das merken sich die Schiris. Note: 2.

Konrad Laimer (58.): Sorgte in der Dreier-Mittelfeldreihe für Stabilität und bisweilen Druck nach vorn. Note: 3.

Dani Olmo (59.): Wirkt gerade ein wenig überspielt, kommt nicht mehr in so brillante Situationen wie noch zu Beginn der Rückrunde. Aber immens ballsicher und auch defensiv stabil. Note: 3.*

*Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute eingewechselt wurden.

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