1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. RB Leipzig: Rose benennt vor Pokal-Spiel Baustellen

Vor Wiedersehen mit Ex-Coach im Pokal Rose benennt Baustellen bei RB Leipzig

In der Liga tritt RB Leipzig auf der Stelle. Nun kommt Wolfsburg mit Ex-Coach Hasenhüttl zum Pokal-Viertelfinale. RB sucht dringend taktische Lösungen.

24.02.2025, 14:05
RB-Trainer Marco Rose an der Seitenlinie.
RB-Trainer Marco Rose an der Seitenlinie. (Foto: IMAGO / Picture Point LE)

Leipzig/dpa/fri - RB Leipzig kommt bei der Suche nach dem idealen System nicht voran. Die einst erfolgreiche Viererkette ist gegen den 1. FC Heidenheim krachend gescheitert. Schon nach einer Viertelstunde musste Marco Rose umstellen, doch da lag sein Team bereits mit zwei Toren hinten.

Lesen Sie hier: Reaktionen auf das RB-2:2 gegen Heidenheim

"Ich wollte jeden in seiner perfekten Position, das bedeutet 4-2-2-2 mit zwei Mittelstürmern. Aber spätestens nach dem 0:2 wusste ich, es funktioniert so nicht, wir müssen wieder in die Dreierkette zurück. Das war nicht zum ersten Mal in der Saison so, weil wir es nicht schaffen, uns reinzuarbeiten", haderte der RB-Cheftrainer mit seinem erneut nicht funktionierenden System.

Viele Baustellen bei RB Leipzig

Sein Team braucht Führung, auf und neben dem Platz. Das kann in Abwesenheit des verletzten Xaver Schlager auch Xavi Simons nicht leisten, wie sich beim teilweise blamablen 2:2 gegen den Tabellen-16. Heidenheim einmal mehr herausstellte.

Lesen Sie hier: Rose kritisiert Eingriff des VAR

Fehlpässe, schlechte Defensivarbeit und kaum Ideen im Spielaufbau. Hinzu kommt eine Dauer-Baustelle. «Das Thema Unsauberkeit begleitet uns schon die ganze Saison, wir sind zu unpräzise», meinte der 48 Jahre alte Rose. So bleibt RB statt im Fortschritts-Modus weiter im Kampf-Modus, «so wie ich es schon am 1. oder 2. Januar gesagt habe».

Und nun kommt der VfL Wolfsburg mit Ex-Trainer Ralph Hasenhüttl am Mittwoch (20.45 Uhr) zum DFB-Pokal-Viertelfinale. An den Gegner haben die Leipziger schlechte Erinnerungen. Die 1:5-Klatsche in der Liga daheim war die negative Krönung des sieglosen Novembers von RB. Danach gab es zwar ein kurzes Erwachen mit dem 3:0 im Pokal-Achtelfinale gegen Eintracht Frankfurt. 15 Pflichtspiele später sind die Sachsen aber taktisch und spielerisch nicht wirklich vorangekommen.

Klopp-Team arbeitet mit an Lösungen

Dabei schickte Jürgen Klopp die Tage extra seine Kompetenz-Abteilung an den Leipziger Cottaweg. Der globale Fußball-Boss von Red Bull steht mit Rose im regelmäßigen Austausch. «Ich nehme das sehr, sehr dankbar an. Weil du natürlich auch noch mal einen Input von Fachleuten bekommst», meinte Rose zum Trainingsbesuch von Zsolt Löw, Head of Soccer Development, sowie Peter Krawietz.

«Wir haben lange zusammengesessen, uns Videos angeschaut und uns upgedatet. Wir haben festgestellt, dass wir an den Themen, an denen wir zu arbeiten haben, tatsächlich arbeiten. Das kam als Feedback», berichtete Rose, der mit seinem Team in der Tabelle auf Rang sechs zurückgefallen ist. «Vielleicht ist es nicht so schlecht, mal in die Jäger-Rolle zu kommen, wir haben knackige Aufgaben, jetzt kommen direkte Konkurrenten», meinte er.

Auf der Suche nach dem Flow

Zunächst geht es aber darum, «gegen Wolfsburg Lösungen zu finden, um ins Pokal-Halbfinale einzuziehen». Torwart Péter Gulácsi sieht «insgesamt noch sehr viel Luft nach oben. Ich finde, dass die Richtung nicht schlecht ist, wir müssen aber Spiele gewinnen und in den Flow kommen».

Lesen Sie hier! Einzelkritik: RB-Tiefschlaf leitet nächstes Unentschieden ein

Kapitän Willi Orban, der als Abwehrchef Teil des angesprochenen Defensiv-Problems ist und auch Verursacher des Strafstoßes zum 0:2 war, sieht auch in der Offensive Defizite: «In der letzten halben Stunde waren wir zu ungenau und haben zu wenig Torgefahr ausgestrahlt. Gerade in den letzten 20 Minuten hätte ich mir etwas mehr erhofft.» So kommt RB nicht wirklich weiter.