RB Leipzig

RB-Profi Tyler Adams zieht in Saalfelden Trainingslager-Fazit: "Ich habe von zwei großen Trainern gelernt"

Von Martin Henkel 31.07.2021, 07:23
Tyler Adams im Gespräch mit Medienvertretern nach der letzten RB-Trainingseinheit in Saalfelden
Tyler Adams im Gespräch mit Medienvertretern nach der letzten RB-Trainingseinheit in Saalfelden imago images/Picture Point LE

Besser kann man so eine letzte Trainingslagertrainingseinheit nicht beenden, als Tyler Adams. Der US-Amerikaner, Profi bei RB Leipzig, gewann mit Team Blau das abschließenden Mini-Turnier der vier zu Beginn der Reise nach Saalfelden gebildeten Kader-Teams. Im Finale wurde Team Gelb mit 4:1 demontiert. Tyler Adams schoss zwei Tore.

"Der Trainer hat mich nach New York geholt"

Entsprechend gelaunt kam der 22-Jährige nach Ende des Finals zum Gespräch, um sein persönliches Fazit der vergangenen sechs Tage in Österreich und der drei Wochen Vorbereitung davor in Leipzig zu ziehen.

Tyler, das war Ihre letzte Trainingseinheit, am Ende standen die Spieler im Kreis beisammen, Arm in Arm, und der Trainer hat zum Team gesprochen. Was hat er gesagt?
Er meinte, dass es bislang eine sehr gute Woche gewesen sei, dass wir die letzten vier Wochen hart gearbeitet hätten, gerade vor dem Hintergrund das viele EM-Fahrer erst so spät dazugestoßen sind. Die Stimmung im Team ist wirklich positiv und wir freuen uns sehr auf das Ajax-Spiel und den Pokal nächste Woche.

Wie ist Ihre Situation mit dem Trainer? Sie beiden kennen sich bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit bei Red Bull New York.
Es ist schön, wenn man sich kennt. Wir sind verschiedene Wege gegangen, aber jetzt arbeiten wir wieder zusammen. Es ist gut, noch einen US-Amerikaner im Team zu haben.

Wie ist ihr Verhältnis?
Wir haben seine großartige Beziehung zueinander. Er hat mich zu Red Bull New York geholt, da war ich 15.

Ihr Trainer spricht viel von Führungsspielern auf dem Feld. Fühlen Sie sich nach drei Jahren RB bereit, Verantwortung zu übernehmen?
Ja, tue ich. Ich war in meiner Karriere immer ein Anführer. Gerade als sehr junger Spieler geht es viel darum, sich in der Kabine den Respekt anderer zu verdienen. Aber wir haben so ein junges Team, dass ich mit meinen 22 Jahren Führung übernehmen kann.

Nagelsmann verändert Adams' Blick auf den Fußball

Wovon gehen Sie aus: Stehen Sie im Pokal nächste Woche in der Startelf?
Ja! ... O, Moment! Natürlich weiß ich das nicht. (lacht). Ich hoffe es. Der Coach entscheidet das. Viele EM-Spieler sind aber noch nicht ganz fit, das erhöht meine Chancen.

Dem Trainer legt ebenfalls viel wert auf Teamgeist und Zusammenhalt. Spüren Sie bereits Veränderungen gegenüber den Jahren zuvor?
Ich würde nicht sagen, dass wir in den Vorjahren keinen hatten. Der war asuch gut. Aber man spürt, dass diese Themen Jesse Marsch sehr wichtig sind. Keiner von uns, steht über einem anderen. Ich denke, das ist wirklich wichtig, dass jeder sich wichtig und wohl fühlt.

Unter Jesse Marsch eine Rückkehr zu den eher klassischen RB-Elementen wie Pressing und schnelles Konterspiel erwartet. Vorgänger Julian Nagelsmann hingegen mochte es mehr, wenn sie den Ball hatten. Welcher Ansatz liegt ihnen mehr?
Ich hatte die Chance, von zwei großen Trainern zu lernen: Julian und Ralf Rangnick. Bei Ralf ging es viel um Gegenpressing, den Ball zu gewinnen, Umschaltmomente. Julian hat meinen Blick auf Fußball hin zu mehr Ballbesitz verändert. Ich habe zudem auf der Sechs und als Rechtsverteidiger etwas andere Aufgaben gehabt. Ich denke, beide Ansätze werden wir dieses Jahr miteinander kombinieren. Wir wissen jetzt ja, wie man beides spielt. Aufgezeichnet von Martin Henkel
(RBlive/hen)