Ex-Leipziger Hwang zu Schalke 04 RB-Schreck wechselt zu Gladbach: Kühn verpasst das nächste CL-Duell mit Ex-Klub
Nicolas Kühn schoss RB Leipzig 2024 mit einem Doppelpack ab. Nun hätte der frühere Leipziger mit Como erneut auf seinen Ex-Klub treffen können – doch stattdessen wechselt er nach Gladbach.

Leipzig/hen, sid – Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat auf dem Transfermarkt in letzter Sekunde noch einmal zugeschlagen und den deutschen Offensivspieler Nicolas Kühn verpflichtet. Wie die Borussia mitteilte, kommt der 26 Jahre alte frühere RB-Jugendspieler für ein Jahr per Leihe vom italienischen Champions-League-Teilnehmer Como 1907.
Kühn und sein Vergnügen mit RB
Kühn verlässt damit ausgerechnet den nächsten Champions-League-Gegner von RB Leipzig am kommenden Donnerstag und lässt sich das Duell mit seinem Ex-Klub entgehen. Zweimal allerdings hatte er mit seinem früheren Klub Celtic Glasgow das Vergnügen, seinem Ex-Klub in der Königsklasse über den Weg zu laufen. Er schoss beim 3:1 in Schottland vor zwei Spielzeiten zwei Treffer.
„Wir haben immer gesagt, dass wir zuschlagen wollen, wenn sich noch einmal ein spannendes Fenster öffnet mit einem Spieler, der uns direkt verstärkt, dessen Profil wir nicht so im Kader haben und der wirtschaftlich realisierbar ist“, sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder. Kühn sei Linksfuß, offensiv flexibel, schnell und torgefährlich.
Keine regelmäßigen Einsätze in Como
Der im niedersächsischen Wunstorf geborene Kühn spielte einst unter anderem in der Jugend von RB Leipzig und später für die Reserve des FC Bayern München. Im Sommer 2025 wechselte er von Celtic Glasgow an den Comer See. Vergangenen Sommer war er auch bei RB im Gespräch, entschied sich aber für die Seria A.
Bei Como kam Kühn zwar regelmäßig zum Einsatz, über die Rolle als Ergänzungsspieler aber nicht hinaus. In der Serie A absolvierte er 23 Partien, sammelte dabei jedoch nur gut 650 Ligaminuten. Mit der Leihe nach Gladbach erhält der Offensivspieler nun die Chance auf deutlich mehr Spielzeit.
Hwang kehrt in die Liga zurück
International hatte Kühn zuvor bereits auf sich aufmerksam gemacht. Im Februar 2025 spielte er mit Celtic in den Play-offs der Champions League gegen den FC Bayern groß auf und sorgte im Rückspiel mit seinem Treffer beinahe für das Aus des deutschen Rekordmeisters.
„Borussia ist ein ambitionierter und cooler Verein. Entsprechend freue ich mich sehr auf die Fans und das Stadion. Generell war es immer mein Ziel, in der Bundesliga zu spielen, und ich bin sehr froh, dass es nun Realität wird“, sagte Kühn, der von der U15 bis zur U20 für den DFB-Nachwuchs auflief und 2019 mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet wurde.
Kühn war übrigens nicht der einzige frühere Leipziger, den es am Deadline Day zurück nach Deutschland zog: Ex-RB-Profi Hee-chan Hwang wechselt auf Leihbasis von den Wolverhampton Wanderers zu Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04. Für den 30 Jahre alten Südkoreaner ist es nach dem Hamburger SV und RB Leipzig (2020 bis 2021) bereits die dritte Station in Deutschland.