Schattentrainer Nagelsmann Demichelis unter Druck: Laut Medienbericht "informelles Treffen" mit Ex-Bundestrainer
Trotz drei Siegen in Folge steht RB-Trainer Martin Demichelos weiter unter beobachtung bei Red Bull. Mit einem möglichen Nachfolger soll es bereits ein "informelles Treffen" gegeben haben. Es handelt sich um Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann, ein alter Bekannter in Leipzig.

Leipzig/hen - Martin Demichelis findet in seiner Aufgabe als Trainer von RB Leipzig keine Ruhe. Obwohl der Argentinier zuletzt drei Spiele en suite gewann, soll es unlängst ein Treffen mit einem möglichen Nachfolger gegeben haben. Wie die Tageszeitung "WELT" berichtet, handelt es sich dabei um Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Nagelsmann nicht abgeneigt
Dem Artikel zufolge soll die Begegnung "informeller" Natur gewesen sein, was angesichts der Umstände eine Sebstverständlichkeit ist. Der Bericht behauptet aus "sicherer Quelle", dass Nagelsmann grundsätzlich nicht abgeneigt sei, den Posten zu übernehmen.
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Der im Sommer nach der verpatzten Weltmeisterschaft aus seinem Amt beförderte Nationaltrainer der DFB-Elf war bereits schon einmal Trainer von Rasenballsport. 2019 bis 2021 leitete er das RB-Kollektiv, wurde einmal Vizemeister und führte das Team ins Halbfinale der Champions League. Als er zwei jahre vor Ende seines Vertrages zum FC Bayern wechselte, bezeichnete Red-Bull-CEO und RB-Aufsichtsrat Oliver Mintzlaff die Trennung später als einen "großen Fehler". Mintzlaff ging davon aus, "dass wir mit Julian längst Deutscher Meister geworden wären".
Bedrohung für Demichelis' Arbeit
Auch Nagelsmann hatte vergleichbare Gefühle. Auf einer Trainertagung Sommer 2025 in Leipzig, bedauerte er, den Klub "vielleicht zu früh" verlassen zu haben. Er sagte zudem: "Ich habe es geliebt, Trainer in Leipzig zu sein." Seine Zeit beim Deutschen Rekordmeister endete 2023 nach nur eineinhalb Jahren.
Demichelis ist sich der Bedrohung für seine Arbeit bewußt, geht aber davon aus, dass er mindestens bis Saisonende Zeit hat, seine Arbeit bei RB fortzuführen. "Wenn ich dann nicht die Klubziele erreicht habe", sagte er am vergangenen Wochenende nach dem 0:2 auf Schalke, "gehe ich von allein. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich das tun werde."
Drei Siege gegen Aufsteiger und Drittligisten
Demichelis folgte im Sommer überraschend auf Ole Werner, der mit dem damaligen Red-Bull-Fußballchef Jürgen Klopp über Kreuz lag. Klopp drückte den ehemaligen Bayern-Profi trotz Bedenken bei RB und dem Hauptgesellschafter durch.
Die Zweifel an Demichelis' Fähigkeiten schienen sich zu Beginn der Saison zu bestätigen. Klaren Heimsiegen folgten krachende Niederlagen in Bremen (1:3), bei den Bayern (1:6) oder in der Champions League bei Como 1907 (1:4) und Real Madrid (1:4). Zuletzt aber gewann Demichelis mit seine immer Sommer einmal mehr runderneuerten Kader drei Spiele am Stück, das aber gegen die Aufsteiger Elversberg und Schalke und den Drittligisten Rot-Weiss Essen im Pokal.
Bei Red Bull traut man Nagelsmann, dem Medienbericht zufolge eher zu, RB zurück in den zweiten europäischen Elitekreis zurückzuführen, wo sich RB unter seiner Führung etabliert zu haben schien.