RB Leipzig

Stürmerfrage bei RB Leipzig gegen Basaksehir: Poulsen arbeitet an seinen Stärken, Sörloth Kandidat

Von Ullrich Kroemer 20.10.2020, 07:13
Stürmerduell: Alexander Sörloth und Yussuf Poulsen.
Stürmerduell: Alexander Sörloth und Yussuf Poulsen. imago/Picture Point LE

Poulsen oder Sörloth? Das ist die Frage vor dem Champions-League-Auftakt von RB Leipzig gegen Basaksehir Istanbul an diesem Dienstag (21 Uhr/DAZN). Trainer Julian Nagelsmann hatte nach dem 2:0 in Augsburg durchblicken lassen, dass dem Team ein großer Mittelstürmer auch schon in der ersten Hälfte gutgetan hätte.

Yussuf Poulsen glänzte nach seiner Einwechslung mit seinem Traumtor und seiner Präsenz im Anlaufen. Gut möglich also, dass die Leipziger diesmal mit einem der langen Kerls aus Skandinavien beginnt.

Nagelsmann: „Poulsen weiß, dass er noch ballsicherer sein kann”

Nicht nur wegen seines Treffers hat der Däne Poulsen natürlich die Nase vorn. Nagelsmann hielt am Montagabend eine Eloge auf den 1,93-Meter-Mann. „Er hat ein sehr gutes Gespür dafür, was er reinbringen kann: was Anlaufen, Engagement und taktisches Defensivverhalten angeht – mittlerweile auch das Lösen vom Gegner und Anspielbarkeit”, lobte der Trainer.

Am meisten imponiert dem Trainer aber die Einstellung, wie der RB-Routinier an seinen Stärken und Schwächen feilt. „Er weiß, was er gut kann, aber er weiß auch, dass er gewisse Dinge nicht so gut kann”, sagte Nagelsmann. Poulsen wisse, „dass er noch ballsicherer sein kann. Das trainiert er im nötigen Maße, dass es besser wird.”

Sörloth ist Kandidat für einen Einsatz gegen Basaksehir

Doch der Stürmer sei „nicht so blauäugig, dass er nur noch an seinen Schwächen arbeitet, sondern er versucht, auch seine Stärken weiterzuentwickeln”, betonte Nagelsmann. Der Trainer mag es, wenn Spieler ihre stärksten Waffen besonders schärfen – und das tut Poulsen, ohne seine Schwächen zu vernachlässigen. „Er hört zu, ist sehr fleißig. Dieses Jahr macht er es sehr gut, die Entwicklung geht absolut in die richtige Richtung”, freut sich der Chefcoach.

Da wird es für Neuzugang Alexander Sörloth schwer, auf Spielzeit zu kommen. „Alex braucht noch Zeit. Die Mannschaft hat wichtige Aufgabe vor sich, da ist er er ist natürlich ein Kandidat”, sagte Nagelsmann. Auch weil Sörloth den Gegner aus der türkischen Liga bestens kennt. Im Hinspiel der vergangenen Saison traf er mit Trabzonspor gegen den Istanbuler Klub. „Ich schaue mir beim Training an, wie jeder drauf ist”, sagte Nagelsmann. Am Montagabend war die Entscheidung, wer spielt, noch nicht gefallen.