RB Leipzig

„Uns beiden fehlt noch einiges auf Bayern”: Nagelsmann fordert Geduld mit RB Leipzig ein

Von Ullrich Kroemer 27.09.2020, 10:01
„Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass wir Dritter werden”: Julian Nagelsmann.
„Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass wir Dritter werden”: Julian Nagelsmann. Federico Gambarini/dpa

Julian Nagelsmann war mit dem 1:1 (1:1) von RB Leipzig bei Bayer Leverkusen im zweiten Saisonspiel keineswegs unzufrieden. „Es ist keine Schande, in Leverkusen nur unentschieden zu spielen. Ich habe schon oft betont, dass wir nicht meilenweit vor Leverkusen, Gladbach oder sonst wem sind, sondern dass wir in jedem Spiel arbeiten müssen und das haben wir gemacht”, betonte der Chefcoach. „Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass wir Dritter werden.”

Nagelsmann lobte die Arbeit gegen den Ball über weite Strecken des Spiels. „Mit Ball war es nicht unser bestes Spiel. Wir haben viele lange Bälle gespielt, um das Pressing von Leverkusen zu umgehen”, kritisierte der 33-Jährige.

Bereits in der ersten Hälfte nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Yussuf Poulsen stellte Nagelsmann um und ließ tiefer anlaufen. „Wir haben zu schlecht in der hohen Ordnung verteidigt, hatten viel mehr Verteidigungsaktionen als uns lieb ist.” Als Leverkusen die Leipziger phasenweise am Strafraum einschnürte und kaum mehr ein Angriff strukturiert vorgetragen wurde, schaute der Trainer bang auf die Stadionuhr und hoffte, ohne weiteres Gegentor in die Pause zu kommen. Ein kompletter Systemabsturz. „Aber die Uhr geht hier auch nicht schneller als in Leipzig”, sagte Nagelsmann nach der Partie.

Nagelsmann: „Die erste schwierige Phase der Saison” für RB Leipzig

Dass sich das Team in den zweiten 45 Minuten wieder neu hochfuhr und fing, imponierte ihm. „Das war die erste schwierige Phase der Saison, sich da wieder rauszuziehen, ist eine gute Reaktion”, lobte der Chefcoach.

Nagelsmann, der in der vergangenen Saison noch so rastlos angetrieben hatte, sagte nun: „Wir haben heute gegen einen deutlich stärkeren Gegner gespielt als vergangene Woche und müssen auch Geduld haben, kleinere Entwicklungsschritte zu gehen.” Fazit des Remis: „insgesamt zufriedenstellend”. Gleichwohl weiß der Coach nach dem ersten Härtetest der Champions-League-Konkurrenten Leipzig und Leverkusen: „Uns beiden fehlt noch einiges auf Bayern, aber wir haben es trotzdem ganz gut gemacht.” (RBlive/ukr)