RB Leipzig

"Unsicherheit überspielen": RB Leipzigs Ex-Profi Hannes Wolf wehrt sich gegen Vorwurf der Überheblichkeit

Von (RBlive/fri) 20.09.2020, 08:00
Hannes Wolf (r.) wechselte nach einem Jahr zum Vergessen bei RB Leipzig zu seinem alten Trainer Marco Rose nach Mönchengladbach.
Hannes Wolf (r.) wechselte nach einem Jahr zum Vergessen bei RB Leipzig zu seinem alten Trainer Marco Rose nach Mönchengladbach. imago/Moritz Müller

In seinem Jahr bei RB Leipzig stand Hannes Wolf nur 53 Minuten auf dem Feld. Schlagzeilen produzierte der Österreicher vor allem abseits des Rasens: Protz-Video, Wechselwunsch, Verzehr eines goldenen Steaks von Star-Koch Nusret Gökce, Poser-Fotos auf seiner Instagram-Seite. Es entstand der Eindruck, er gebe gerne an und sei etwas überheblich.

Im Interview mit t-online.de hat sich der Profi von Borussia Mönchengladbach nun gegen diesen Eindruck gewehrt. "Mein äußeres Auftreten wird manchmal vielleicht gegen mich verwendet", stellte Wolf fest. "Dabei ist es mein Weg, meine Unsicherheit zu überspielen." Es sei ihm unverständlich, "wie man so urteilen kann, wenn man die Person nicht wirklich kennt".

Oft Kontakt mit Rose als RB-Profi

Das letzte Jahr mit der schweren Verletzung (Knöchelbruch - d. Red.) habe ihm geholfen, als Profi zu reifen. "Es hat mir noch einmal verdeutlicht, wie viel man investieren muss, wenn man ein Vollprofi sein will", sagte Wolf. "Denn Fußballer ist ein 24/7-Job – der hört nicht an der Haustür auf. Du musst darauf achten, was du isst, wie du schläfst."

Zu seinem Weggang von RB sagte Wolf: "Ich musste mich nach einem schwierigen Jahr in Leipzig verändern. Gladbach war die perfekte Lösung für mich." Mit Marco Rose, der ihn schon in Salzburg trainiert hatte, stand er während seiner Verletzungszeit regelmäßig in Kontakt. "Durch Zufall haben wir uns auch einmal in Leipzig in der Stadt getroffen und waren dann einen Kaffee trinken." Zu "keiner Sekunde" habe man sich "über sportliche Belange unterhalten", verteidigte sich Wolf. "Sondern uns privat auf den neuesten Stand gebracht". 

In seinen ersten beiden Pflichstspielen für die Borussia konnte der Offensivspieler nur bedingt überzeugen. Sowohl beim 8:0 im DFB-Pokal gegen Oberneuland als auch am ersten Bundesliga-Spieltag beim 0:3 gegen Borussia Dortmund wurde er nach rund einer Stunde ohne Tor und Vorlage ausgewechselt.