Ist der Knoten geplatzt? Flauten-Stürmer Openda mit Tor und Vorlage
Lois Openda war lange ein Schatten seiner selbst. Hat er sich mit zwei Torbeteiligungen gegen Heidenheim nun aus der Krise geschossen?

Leipzig/msc – Das Sturmduo aus dem großgewachsenen Benjamin Sesko und dem pfeilschnellen Lois Openda war einmal das vielversprechendste der Bundesliga. Im vergangenen April gab es nur beim FC Bayern München noch eine treffsicherere Angriffsformation. Zuletzt aber lief die Offensive von RB Leipzig ihren Ansprüchen hinterher.
Rose nahm Openda aus der Startelf
Vor allem Openda traf nicht mehr, das letzte Mal beim 2:1 gegen Frankfurt in der Liga im Dezember. Bis zum Leipziger 2:2 gegen Heidenheim vergangenen Sonntag. In dem gelangen dem Belgier eine Vorlage, die zum Elfmetertor von Sesko zum 2:2 (64.), und der Anschlusstreffer nach dem 0:2 kurz vor der Pause (45.+2).
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Ist der vermeintliche Knoten geplatzt? Zwischen September und Mitte Januar hatte sich der 25-Jährige wenigstens in die Scorerliste eingetragen. Zehn Vorlagen stehen zu Buche. Seit dem letzten Spiel der Hinrunde gegen den VfB Stuttgart quälte er sich aber durch eine Flaute von sechs Ligapartien ohne etwas Zählbares.
Sein Torriecher rettet RB Leipzig in die Pause
Bis Rose ihn kürzlich gegen den FC St. Pauli und den FC Augsburg aus der Anfangsformation nahm. "Er musste jetzt zweimal zuschauen und war vorher nicht in Topverfassung", sagte Rose, begründete dies aber auch mit strategischen Überlegungen, nur eine Sturmspitze aufzustellen und dahinter in einer Fünferketten-Formation zwei offensive Mittelfeldspieler aufzubieten. "Diese Entscheidungen waren taktischer Natur", sagte der RB-Coach nach dem Spiel gegen Heidenheim.
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Der Belgier zahlte gegen den FCH das Vertrauen, das Rose auch wieder in seine angestammte 4-2-2-2-Grundordnung setzte, mit dem Treffer zum 1:2 zurück. Openda holte zudem den Strafstoß heraus, den sein Sturmkollege zum Ausgleich verwandelte.
Rose will auf die alte Grundordnung setzen
Über 90 Minuten war ihm anzumerken, dass er unbedingt ein Tor erzielen wollte. Einige Male schloss er zu früh ab und wurde geblockt. Beim Treffer zum 1:2 konnte er sich aber auf seinen Killerinstinkt verlassen, er traf mit dem schwächeren linken Fuß.
"Wir sind im Moment auf der Suche danach, dass die Spieler sich auf ihren Positionen wohlfühlen. Die Lösung haben wir noch nicht gefunden, das muss man so ehrlich sagen", sagte sein Trainer. Aus der Sicht von Marco Rose wäre es das 4-2-2-2. "Aber wie man heute gesehen hat, setzen wir das nicht gut um." Gleichwohl befand der Coach: Unsere Probleme lagen heute eher in der Defensive.