Personalfragen Löw vor Cheftrainer-Debüt: Beendet er Roses Torhüter-Rotation im DFB-Pokal?
Zsolt Löw bestreitet am Mittwoch beim VfB Stuttgart sein erstes Spiel als Cheftrainer eines Fußballteams. Wichtige Personalfragen stehen für seinen Interimsauftakt beim kriselnden Red-Bull-Team an, vor allem auf der Torhüter-Position. Muss Vandevoordt seinen Platz räumen?

Leipzig - Zsolt Löw hat seine erste Pressekonferenz als Cheftrainer von RB Leipzig gegeben. Er sprach fast eine halbe Stunde lang über die Hintergründe seiner Interimsberufung nach der Entlassung seines Vorgängers und persönlichen Freundes Marco Rose, über RB-Fußball, über Stellschrauben – und natürlich auch übers Personal, das ihm für seine erste Bewährungsprobe zur Verfügung steht.
Löw und die Torhüterfrage
Die findet morgen im DFB-Halbfinale beim VfB Stuttgart statt. Wie es die Situation erfordert, wird Löw Personalentscheidungen treffen, die seinen Überlegungen entsprechen, wie er das Team nach dem blutleeren 0:1 in Mönchengladbach am vergangenen Samstag schnellstmöglich wieder lebensfrisch bekommt. Und mental auf das Duell im Ländle vorbereitet.
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Es deutet sich an, dass er die Torhüter-Rotation beendet. Die hatte Vorgänger Rose eingeführt, um Keeper-Neuzugang Maarten Vandevoordt bei Laune zu halten. Der Belgier spielte im Pokal anstelle des eigentlich gesetzten Routiniers Peter Gulacsi. Beim 0:1 in Gladbach vertrat er ihn zudem infektbedingt.
Gössling soll mitentscheiden
"Ich habe noch keine finale Entscheidung getroffen. Wir wollen abwarten, ob Pete sich vollständig erholt", sagte Löw. "Er ist momentan gesund. Ich möchte diese Entscheidung zusammen mit Torwart-Trainer Fredy Gössling treffen. Wir werden das heute nach dem Training tun."
Zum selben Zeitpunkt, heute späten Nachmittag, soll sich auch entscheiden, ob Kevin Kampl mit "zum Kader gehört", wie Löw sagte. Der 34-Jährige hat einen Magen-Darm-Infekt. Ob er gegen den VfB spielen kann, ist ungewiss. Alle anderen Spieler stehen dem neuen Trainer zur Verfügung, abzüglich der Langzeitverletzten Xaver Schlager, Antonio Nusa und Assan Ouedraogo.
Das Spiel gegen den VfB Stuttgart ist aus einigen Perspektiven besonders für Löw. Es ist sein Einstand als Cheftrainer eines Clubs, bislang hat der Ungar nur als Co-Trainer gearbeitet. Und er trifft mit VfB-Trainer Sebastian Hoeneß auf einen ehemaligen Mitspieler in Hoffenheim und Mitarbeiter bei RB Leipzig. Hoeneß war Jugendtrainer, als Löw Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl assistierte.