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  5. RB-Trainer Löw über Mainz-Kumpel Rose: "Unsere Freundschaft hält das aus"

gemeinsam in Mainz und salzburg Löw und das Rose-Erbe bei RB: Hält die Freundschaft das aus?

RB Leipzigs neuer Trainer Zsolt Löw und sein Vorgänger Marco Rose kennen sich von früher und sind "gute Freunde", wie der Neue an der Spitze des Red-Bull-Teams sagt. Wie gehen beide damit um? Und ist die Freundschaft in Gefahr?

Von Martin Henkel 01.04.2025, 14:00
Ex-RB-Trainer Marco Rose (l.) und sein Nachfolger Zsolt Löw (r.) als Spieler bei Mainz 05
Ex-RB-Trainer Marco Rose (l.) und sein Nachfolger Zsolt Löw (r.) als Spieler bei Mainz 05 Foto: Imago/Martin Hoffmann

Leipzig – Ein Jahr lang spielten Marco Rose und Zsolt Löw zusammen beim 1. FSV Mainz 05, von Sommer 2009 bis Sommer 2010. Danach wechselte der drei Jahre ältere Rose in die 2. Mannschaft und begann alsbald seine Trainerkarriere.

Löw und Rose: "Ein guter Freund"

Löw folgte ihm 2012 in den neuen Beruf nach, arbeitete mit ihm zur selben Zeit bei Red Bull Salzburg (2014/2015) – und hat den gebürtigen Leipziger vergangenen Sonntag nun auf dem Trainerstuhl von RB Leipzig beerbt. Als Interimslösung für ein Team, das unter Rose in dieser Saison in die Krise gerutscht ist.

Lesen Sie hier: Löw zu einem möglichem Engagement über die Saison hinaus

Was macht das mit der alten Verbundenheit, die Löw auf seiner ersten PK als RB-Cheftrainer als "Freundschaft" bezeichnete. Geht es nach dem 45-Jährigen, dann nicht viel. "Marco ist ein guter Freund von mir. Uns verbindet ganz viel. Natürlich hat sich keiner von uns beiden gewünscht, dass es so kommt", dass der eine den anderen als Trainer ersetzt.

"Unsere Freundschaft hält das aus"

Wie die zwei damit umgehen, daran ließ Löw keinen Zweifel: Die Freundschaft bleibt bestehen. Allerdings sei gerade keine Zeit, um sich auszutauschen, sagte der gebürtige Ungar. "Es ist gerade keine gute Zeit, um darüber zu sprechen. Ich habe keine Zeit dafür und Marco hat auch einiges zu verdauen und zu reflektieren. Aber der Zeitpunkt wird kommen, dann setzen wir uns zusammen. Unsere Freundschaft hält das aus!"

Löw berichtete auch, wie ihm Roses Job angeboten worden sei. Und zwar bereits am Samstagabend nach dem blutleeren 0:1 in Mönchengladbach, der die Macher vom Cottaweg endgültig davon überzeugte, dass Rose die Trendwende mit dem Team nicht gelingt. Löw war auf einem 50. Geburtstag, lange geplant von seiner Frau.

Party "im Arsch"

"Meine Frau hat vor sechs, sieben Wochen das Wochenende für die Familie geblockt – wegen des 50. Geburtstages eines Freundes. Wir sind dorthin gefahren. Wir hatten noch gar nicht anfangen zu feiern, und dann kam das Telefonat mit Marcel Schäfer (Sport-Geschäftsführer/d. Red.)", berichtete Löw.

"Das Telefonat hat mich unerwartet getroffen“, erzählte er weiter: "Und der Geburtstag war dann am Arsch. Vier Stunden lang kam ein Anruf nach dem anderen. Bis neun oder zehn Uhr haben wir mit unterschiedlichen Personen diskutiert. Dann haben wir gemeinsam die Entscheidung getroffen."