Als Interimstrainer Bestätigt: Löw soll Karren aus dem Dreck ziehen
Nach der Entlassung von Trainer Marco Rose ist Zsolt Löw der Topkandidat für den Job als Interimstrainer bei RB Leipzig. Der Ungar kennt den Klub und die Umstände bestens, hat aber keine Erfahrung als Cheftrainer.

Leipzig/ukr – Er war noch nie Cheftrainer, nun soll Zsolt Löw RB Leipzig nach der Entlassung von Marco Rose als Interimstrainer in die Champions League und ins DFB-Pokalfinale führen. Das gab RB am Sonntagnachmittag bekannt. Der Ungar, der von 2015 bis 2018 drei Jahre lang Co-Trainer bei RB war, ist erst seit zwei Monaten wieder zurück bei Red Bull und im Team von Jürgen Klopp für Spielphilosophie zuständig.
Klopp-Vertrauter als Co-Trainer
In dieser Funktion war er jüngst gemeinsam mit dem Klopp-Vertrauten Peter Krawietz erst zur ausgiebigen Analyse am Cottaweg, um Trainer Marco Rose zu bestätigen, dass dieser auf dem richtigen Weg sei und die richtigen Schwerpunkte setze. So hatte es Rose berichtet. Nun soll Löw auf Wunsch der Bosse zunächst bis Saisonende übernehmen. Danach soll er in seinen Job bei Red Bull zurückkehren.
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Löw soll sofort einsteigen und muss auch sofort liefern. Er kennt das Umfeld am Cottaweg, die handelnden Personen und die Mannschaft aus den Analysen der vergangenen zwei Monate genau.
„Unser ganzer Fokus gilt den maximal neun verbleibenden Spielen in dieser Saison. Wir haben noch in zwei Wettbewerben die Möglichkeit, unsere Ziele zu erreichen. Wir werden alles daran setzen, das Pokalfinale in Berlin zu erreichen und das Maximale aus der restlichen Bundesligasaison herauszuholen”, teilte Löw mit.
Löw kehrt wohl nach sieben Jahren zurück zu RBL
Löw ist ein Trainer-Eigengewächs der Red-Bull-Schule, arbeitet in Liefering, Salzburg und Leipzig und holte sich als langjähriger Assistent von Thomas Tuchel das Rüstzeug bei Topklubs wie Paris St. Germain und dem FC Bayern. Bereits 2018 hatte man ihm bei RB die Perspektive in Aussicht gestellt, Cheftrainer in New York, Salzburg und Leipzig zu werden. Doch er verließ den Klub damals. Nun kehrt er sieben Jahre später zurück.
„Zsolt Löw bringt alles mit, um schnell eine Trendwende und einen deutlichen Leistungsschub herbeizuführen: außerordentlich viel Erfahrung, äußerst erfolgreiche Arbeit bei europäischen Topklubs und die richtige Ansprache”, so Sportchef Marcel Schäfer. „Parallel dazu arbeiten wir jetzt an der Besetzung des Trainerpostens ab der kommenden Spielzeit 25/26.””