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von Martin Henkel

Acht Stück: RB Leipzig deklassiert Mainz 05

Zwei von sieben: RB-Torschützen Nordi Mukiele (r.) und Christopher Nkunku.

Zwei von sieben: RB-Torschützen Nordi Mukiele (r.) und Christopher Nkunku.
Copyright: Imago/Hartmut Bösener

RB Leipzig hat am Samstagnachmittag das erste Heimspiel seit Ende August gewonnen und Rang drei der Bundesligatabelle erklommen. So viel zu den Formalien dieser Partie gegen den 1. FSV Mainz 05, die in die Geschichte des Klubs eingehen wird. Das Spiel endete nämlich 8:0 (5:0)!

Höchster Sieg der Vereinsgeschichte

So hoch hat RB nicht in vier Spielzeiten Bundesliga gewonnen und auch nicht in zehn Vereinsjahren. Der bis dato höchste Sieg war der gegen den SV Wilhelmshaven aus der Saison 2011/12, vierte Liga. Der in der Bundesliga war ein 6:0 gegen Nürnberg.

45 Minuten waren erst gespielt – und schon war diese Partie gegessen, weshalb die einzig spannende Frage für die zweite Hälfte nur noch die nach den Wechseln in der Kabine war: Wen würde Coach Julian Nagelsmann schonen, damit er im Vollbesitz seiner Kräfte mit nach St. Petersburg reisen würde. Dort findet am kommenden Dienstag das vielleicht vorentscheidende Champions-League-Spiel gegen Zenit statt.

Marcel Sabitzer (5.), Timo Werner (30.), Christopher Nkunku (35.), Marcel Halstenberg (39.) und Yussuf Poulsen (44.) hatten den zweiten Kantersieg en suite nach dem 6:1 im Pokal gegen den VfL Wolfsburg vorigen Mittwoch bereits unter Dach und Fach gebracht, als noch 45 Minuten zu spielen waren. Nach dem Seitenwechsel lieferte RB nach. In der 47. Minute erzielte Werner sein achtes Saisontor, zwei Minuten darauf Nordi Mukiele seinen ersten Treffer in dieser Spielzeit. Noch einmal Timo Werner machte Schluss mit dem Toreschießen zwei Minuten vor dem Ende.

Noch nie ein 5:0 zur Pause

Wer also blieb in der Kabine? Konrad Laimer. Für ihn kam Amadou Haidara. Ein Wechsel, der nichts groß veränderte an der Struktur und Organisation der Startelf, die zu Beginn der Partie fünf Minuten gebraucht hatte, um nach einem Konter über Nkunku sowie einem Querpass ins Zentrum des Mainzer Strafraums durch Sabitzer in Führung zu gehen – und danach ein Feuerwerk abbrannte, das ebenfalls in die Annalen des Klubs eingeht. Noch nie hat RB in einem Spiel zur Pause 5:0 vorn gelegen.

Und alle diese Treffer waren Kontertore ganz nach den Veranlagungen dieses Teams, das zuletzt eine Debatte über Galligkeit und Wille hatte über sich ergehen lassen müssen. Als erster nahm Werner eine Umschaltstaffette am langen Pfosten auf und drückte den Ball über die Linie. Ihm folgte Nkunku nach Werner-Vorlage mit einem Lehrbuch-Schuss aus 18 Metern ins kurze obere Eck. Vier Minuten später passte Poulsen einen Konter ins Zentrum, Nkunku am Elfmeterpunkt hob seinen Schuh und ließ für Halstenberg durch, der trocken einnetzte. Eine Minute vor der Pause folgte der schönste Spielzug der Partie. Dayot Upamecano belieferte Poulsen 25 Meter vor dem Strafraum. Der Däne passte one-touch zu Werner, der weiterleitete zu Sabitzer. Dessen Schuss parierte Robin Zentner vor die Füße von Poulsen, das 5:0!

Timo Werner trifft zum dritten Mal

Danach ging es nur noch um die Geschichtsbücher – und Spielpraxis für Kicker aus der zweiten Reihe, so wie Ethan Ampadu, der in der 52. Minute Upamecano aufs Ruheteil schickte und zu seinen ersten Bundesligaminuten kam sowie für Matheus Cunha, der Sabitzer in der 62. Minute ersetzte. Der Nürnberg-Rekord fiel bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff. Werner nahm einen Pass auf Linksaußen auf, zuckte nach links, ging rechts vorbei und schickte den Ball ins lange Eck.

Zwei Minuten später war auch der höchste Sieg der Vereinsgeschichte in trockenen Tüchern, als Nordi Mukiele eine Werner-Flanke zum 7:0 ins Netz köpfte und damit das 8:2 gegen Wilhelmshaven aus der Regionalliga Nord (Februar 2012) von Platz eins verdrängte. Werner rundete das Ganze dann noch ab - und machte für Mainz endgültig die Lichter aus. Zwei Minuten vor dem Ende traf er zum dritten Mal an diesem denkwürdigen Nachmittag.

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