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Fanprojekt Dortmund für Selbstreflexion – Ultra: Auswärts ist es halt so

Das Fanprojekt Dortmund sieht keinen direkten Zusammenhang zwischen Bannern und Gewaltaktionen vor dem Stadion.

Das Fanprojekt Dortmund sieht keinen direkten Zusammenhang zwischen Bannern und Gewaltaktionen vor dem Stadion.
Copyright: imago/Chai v.d. Laage

Das Fanprojekt Dortmund hat sich nach den Angriffen von BVB-Anhängern auf RB-Fans mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet. Darin fordert man „die Selbstreflexion aller beteiligten Parteien“. Zudem sei „der Dialog zwischen allen Parteien unersetzlich“.

Fanprojekt Dortmund will Sachlichkeit in die Debatte bringen

Mit der Stellungnahme wolle das Fanprojekt „Sachlichkeit in die Berichterstattung und Diskussion bringen und unserer Rolle als sozialpädagogische Jugendeinrichtung für Fußballfans gerecht zu werden“. Dabei stehe „zuallererst allen verletzten Personen eine gute und schnelle Genesung zu wünschen“.

In der Folge erklärt man, dass Kritik und Proteste gegen RB Leipzig eine längere Tradition in Fankreisen und auch in Dortmund haben. Man dürfe „Vereinsfunktionäre und Fansprecher“ das „Recht auf Meinungsfreiheit, um ihre Kritik gegenüber Rasenballsport Leipzig vorzutragen“, nicht absprechen. Zumal man sich im Vorfeld der Partie in Dortmund nicht in einer Art geäußert hätte, dass man sie als „Auslöser der Gewaltausbrüche“ bezeichnen könne.

Früher war in Dortmund alles schlimmer

Zudem sei die Polizeiabsicherung an diesem Tag nicht ausreichend gewesen. Allerdings würden die Gegebenheiten in Dortmund auch keine komplette Fantrennung zulassen. Am Stadion Rote Erde sei es dann nach Pöbeleien zu Würfen von Gegenständen gekommen. So richtig könne man sich auch nicht erklären, warum die Lage so eskalierte. Man wisse aber aus Anwesenheit, dass es sich um „keine reine Ansammlung von Ultras“ handelte.

Auch könne das Fanprojekt Dortmund nicht teilen, dass die Ausschreitungen eine „nie dagewesene Eskalation der Gewalt“ darstellen. Schließlich sei das „Gewaltaufkommen“ bei Revierderbys wesentlich höher und auch Ende der 80er sei es schon mal deutlich schlimmer gewesen.

Auswärts muss man mit Angriffen rechnen

Die Welt zitiert derweil Dortmunder Ultras mit relativierenden Aussagen zu den Angriffen auf RB-Fans. Man müsse „auswärts immer mit so was rechnen, wenn man anreist. Egal, ob man Kind oder Frau ist“. Dazu seien „die Berichte der Medien völlig übertrieben“ gewesen und hätten „die Fans von Leipzig uns provoziert“. Wodurch die RB-Fans provoziert haben sollen, bleibt unklar.

In Nordrhein-Westfalen läuft derweil die Aufarbeitung der Vorfälle weiter. 32 Strafverfahren sind inzwischen eingeleitet worden, 17 davon wegen Körperverletzung.

NRW-Innenministerium verteidigt Lageeinschätzung

Auch der Landtag in Nordrhein-Westfalen beschäftigte sich gestern mit dem Vorfall. Man sei nicht mit zu wenigen Kräften vor Ort gewesen, weil niemand diese Ausschreitungen hätte vorhersehen können. Auch vom Dortmunder Fanprojekt habe man keine Hinweise auf einen Übergriff erhalten. Das berichtet der Deutschlandfunk.

RB Leipzig hatte bereits im November beim NRW-Innenministerium aufgrund zweier Vorfälle in Köln und Leverkusen mit dem Mannschaftsbus um eine verstärkte Präsenz der Polizei auf den Wegen des Busses gebeten. In Dortmund wurde der Bus entsprechend besonders beschützt und auf einer Alternativroute zum Stadion gebracht.

Einen höheren Kräftebedarf für die Anreise der Gästefans konnte die Behörde allerdings nicht erkennen. Dabei entscheidend, dass auf Leipziger Seite keine gewaltbereiten Fans mitreisten. Deswegen sei man auch nicht von größeren Zwischenfällen und Übergriffen ausgegangen.

BVB und RB Leipzig künftig mit gegenseitigem Respekt?

Der BVB und RB Leipzig hatten sich gestern zu einem persönlichen Treffen in Berlin zusammengefunden. Dabei entschuldigte sich die Dortmunder Führung für die Ereignisse und versprach künftig einen respektvolleren Umgang. Zusammen wolle man dafür sorgen, dass sich die Angriffe von Dortmund nicht wiederholen.

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