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von Ullrich Kroemer

„Hätten viel mehr herausholen können”: Selbstkritik statt Tabellenführer-Euphorie bei RB-Spielern

„Ein Spiel wie gegen Mainz wäre auch in Paderborn möglich gewesen”: Timo Werner gegen Helmträger Klaus Gjasula.

„Ein Spiel wie gegen Mainz wäre auch in Paderborn möglich gewesen”: Timo Werner gegen Helmträger Klaus Gjasula.
Copyright: imago/Picture Point LE

Mit einem Tor und einer Vorlage war Timo Werner der Matchwinner bei RB Leipzigs 3:2-Erfolg in Paderborn. Doch die Freude des Stürmers und seiner Kollegen war nach der schwachen letzten halben Stunde der Leipziger getrübt. So stand nicht etwa der vorübergehende Sprung an die Tabellenspitze im Vordergrund – bis zum Spiel der Gladbacher gegen Freiburg ist Rasenballsport Tabellenerster. Vielmehr standen die Akteure im ostwestfälischen Paderborn noch unter dem Eindruck der anstrengenden Schlussphase. 

Timo Werner: „Zu passiv und viele Unsauberkeiten”

„Wir hatten heute sehr viele Unsauberkeiten im Aufbauspiel. Da hätten wir noch viel mehr herausholen können”, kritisierte Werner im ARD-Hörfunk. „Da waren wir zu passiv, wollten das dritte Tor verwalten nach dem Motto, das vierte kommt schon. In anderen Spielen wie beim 8:0 gegen Mainz haben wir das deutlich besser gemacht. So ein Spiel wäre heute in der ersten Hälfte auch möglich gewesen”, so der 23-Jährige.

Auch RB-Trainer Julian Nagelsmann lobte und tadelte zugleich: „Wir haben dominant gespielt, aber teilweise selbst verschuldet, einige Topchancen liegen lassen, auch im Aufbau haben wir das Momentum verpasst, in die Tempowechsel zu kommen. Dann hätte es in der ersten Halbzeit noch deutlicher werden können.”

In der zweiten Hälfte sei Paderborn „deutlich besser” gewesen, „da hätten sie den Ausgleich vielleicht sogar verdient haben. Nach dem 1:3 haben wir angefangen zu wackeln. Das ist menschlich nach dem Euphoriespiel gegen Benfica und nach dem Erfolg”, bewertete Werner.

Nagelsmann bekannte, dass sein Team noch „Glück mit der Abseitsentscheidung” hatte, „das waren zwei Zentimeter”. Hätte das Tor von SCP-Stürmer Streli Mamba bereits kurz nach Wiederanpfiff gezählt (47.), hätte RB wohl nicht gewonnen. „Wir haben es ein bisschen zu spannend gemacht”, sagte Nagelsmann und erklärte: „Irgendwann war es ein geistiges, aber auch körperliches Thema, dass wir nicht mehr so viel Druck machen konnten. Wir haben dann total schlecht verteidigt, haben das Zentrum offen gelassen.”

Den ausgerufenen „Charaktertest” habe sein Team dennoch bestanden. Doch athletisch habe sein mental und körperlich ausgelaugtes sowie ersatzgeschwächtes Team nicht mehr zulegen konnten, analysierte Nagelsmann: „Einige wie Upa waren völlig kaputt. Wir waren auf der letzten Rille.”

Demme: „Hatten in den Köpfen, das Spiel sei schon vorbei”

Kapitän Diego Demme sagte bei seiner Rückkehr zu seinem Ex-Klub Paderborn: „Wir haben die Paderborner ins Spiel kommen lassen, einen Gang runtergefahren. Dann den Hebel nochmal umzulegen, war schwer nach der englischen Woche.” Kampfer Demme bekannte: „Wir hatten wahrscheinlich zu stark in den Köpfen, dass das Spiel schon vorbei sei. Spielerisch konnten wir uns auch nicht mehr befreien, deswegen wurde es hitzig.”

Doch am Ende konnte RB wieder für mehr Entlastung sorgen und etwas höher verteidigen. So stand unterm Strich zwar eine wackelige zweite Hälfte nach furiosem Beginn. Doch für Spitzenteam RB zählt, auch einen solch letztlich dreckigen Sieg eingefahren und über die Zeit gebracht zu haben. „In der zweiten Halbzeit war das zu wenig, aber wir sind zusammengeblieben, haben am Schluss super verteidigt, dass wir Tabellenführer werden”, betonte Ersatzkeeper Mvogo. „Die zwei Gegentore können wir besser verteidigen. Solche Tore dürfen wir als Mannschaft nicht kriegen. Das nervt mich, aber das gehört auch dazu. (RBlive/ukr)



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