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Von Martin Henkel, Ullrich Kroemer

Nicht zu gebrauchen Leipzigs Spieler in der Einzelkritik nach dem 1:2 gegen Brügge

Hatten Spaß in Leipzigs: Die Spieler des FC Brügge nach dem 2:1

Hatten Spaß in Leipzigs: Die Spieler des FC Brügge nach dem 2:1

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 1:2 (1:2) in der Champions League gegen Brügge gesehen:

Peter Gulacsi: Sorgte dafür, dass seine Vorderleute zwischen dem 1:0 aus der 5. Minute und dem vierten gefährlichen Angriff der Brügger in der 22. Minute von einem Sieg gegen die Belgier träumen durften. Danach fiel das 1:1, kurz vor der Pause das 2:0. An beiden Treffern hatte der Ungar keinen Anteil. War auch nach dem Seitenwechsel einmal auf dem Posten.  Note: 2.


Nordi Mukiele: Seine Auswechselung in der Kabine war ein Statement. In der Viererkette funktioniert der Franzose nicht. Oder er will nicht. Dafür müsste er verteidigen, was ihm zusehends keinen Spaß mehr zu machen scheint. War gegen Toptalent De Ketelaere und Wusler Noa Lang nicht zu gebrauchen. Die Belgier wußten schon, wieso sie meist über links angriffen. Leitete mit seinem Fehlpass auf Nkunku das 1:1 ein. Note: 5.

Willi Orban: Ließ Hans Vanaken vor dem 1:1 laufen, und war auch am 1:2 nicht unbeteiligt. Orban war weder zu sehen noch zu hören vor diesem zweiten Treffer, um die Überzahl im Strafraum auch so zu nutzen, dass kein Brügger freisteht. Solide beim Verteidigen, solide beim Spielaiufbau, aber viel zu ruhig für einen Abwehrchef. Note: 4,5.


Mohamed Simakan: Eines wird man dem Franzosen wohl immer attestieren können: Er hat alles gegeben. Momentan aber scheint das Niveau der Gegner für den jungen Sommer-Zugang eine Nummer zu groß. Wirkte wie seine Nebenleute nervös, war hektisch beim Spielaufbau und zog eine Handvoll Fouls, weil er seine Gegenspieler im Luftkampf plump schubste. War zu spät, als der abgefälschte Schuss von Hans Vanaken vor den Füßen des 2:1-Schützen Mats Ritz landete und ließ sich vor dem 1:1 von De Ketelaere austanzen. Note: 4. 


Lukas Klostermann: Ließ sich von der laschen Vorstellung seiner Neben - und Vorderleute anstecken, was allerdings auch daran lag, dass ihn sein Vordermann Szoboszlai oft im Stich ließ. Hinderte Noa Lang nicht an der Flanke vor dem 1:2. Note: 4.

Konrad Laimer: Vielleicht ja doch unzufrieden mit seiner Gesamtsituation. Saß gegen die Hertha zu Beginn auf der Bank, gegen Brügge durfte er von Beginn an auflaufen - ein Fehlgriff! Acht Fehlpässe als zentraler Sechser sind acht zu viel. Dazu ließ er alle Ballräuberqualitäten aus den vergangenen Jahren vermissen, war oft schlecht positioniert und schaute wie die halbe Mannschaft nur zu, als sich Brügge zum Siegtreffer in den Strafraum kombinierte. Für ihn galt dasselbe wie für Mukiele: ausgewechsechelt in der Kabine, ein unzweideutiges Urteil. Note: 5.  


Kevin Kampl: Wie schaltet man den Routinier am einfachsten aus? In Manndeckung nehmen. So wie Brügge. Prompt wurde es hektisch, auch in Kampls Spiel, der vor allem dazu da ist, den Spielaufbau zu orchestrieren und seine Kollegen in die richtigen Positionen zu delegieren. Klappte beides nicht. War ebenfalls nur Zaungast bei beiden Gegentreffern. Note: 4.


Christopher Nkunku: Startete mit viel Schwung und Selbstvertrauen in die Partie, setzte sich gut durch und erzielte das frühe Tor. Es hätte alles perfekt laufen und eine weitere „Christo”-Gala werden können. Doch durch das RB-Chaos beim herausspielen bekam auch Nkunku keine Bälle mehr und tauschte ab. Er versuchte zwar, sich immer mal wieder fallen zu lassen und tief Bälle zu holen, doch er konnte kaum noch Akzente setzen. Hatte in der zweiten Hälfte einen schönen Schlenzer, der gar nicht so weit am Dreiangel vorbeiflog (55.) – eine der wenigen Chancen in der zweiten Hälfte. Gegen Ende des Spiels im Zusammenspiel mit Gvardiol wieder besser. Note: 3.


Emil Forsberg: Bereitete Nkunkus Tor mit einem tollen Pass in den Raum vor. Hing danach in der ersten Hälfte in der Luft, in der zweiten mit zu wenig Einfluss auf das Spiel, um wirklich gefährlich zu werden. Note.  Note: 3,5.

Dominik Szoboszlai: War in weiten Teilen des Spiels ein Totalausfall. Sucht seine Rolle im Team und gab keinen Torschuss ab. Spielte erneut körperlos, veersteckte sich auf der linken Flanke, ließ Klostermann hinter ihm oft im Stich. Ist in alles in allem in schwacher Form und dürfte sich gegen Bochum am Sonnabend auf der Bank wiederfinden. Note: 5.


Yussuf Poulsen: War nach dem starken Spiel gegen die Hertha gegen Brügge nahezu unsichtbar, kam kaum in die Zweikämpfe und gewann nur zwei von acht Duellen. War vorn verloren und hatte kaum Ballkontakte, obwohl er versuchte, sich fallen zu lassen. Hatte eine Kopfballchance, die er über den Balken setzte (30.). Note: 4.


Amadou Haidara (45.): Bewies nach seiner Einwechslung, dass er eigentlich in die Startformation gehört hätte. Ist in guter Form und kurbelte das Spiel in den zweiten 45 Minuten sichtbar an. Hatte eine bessere Zweikampfquote als seine Kollegen, hielt läuferisch und körperlich dagegen und ließ sich immer wieder tief fallen, um die Viererkette zu verstärken und Gegenangriffe einzuleiten. Note: 2,5.


Josko Gvardiol (45.): Sorgte nach seiner Einwechslung vor allem zum Ende des Spiels für Belebung auf der linken Seite und hatte die größte Chance der zweiten Hälfte, als er Mignolet aus spitzem Winkel als einziger mal richtig forderte. Note: 2,5.


Andre Silva (58.): Hatte eine gute Szene, als er in Bedrängnis abzog und Mignolet parierte. Sonst weiter auf der Suche nach seiner Position, Rolle und Räumen. Note: 3,5.

* Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute zum Einsatz kamen.

(RBlive/hen/ukr)