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Von Ullrich Kroemer

„Insgesamt sehr kleinlich” Felix Zwayer pfeift Topspiel zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt

Tumult im Strafraum: Felix Zwayer bei der Partie zwischen RB Leipzig und Augsburg.

Tumult im Strafraum: Felix Zwayer bei der Partie zwischen RB Leipzig und Augsburg.

Nach den letzten beiden Partien, die Felix Zwayer in Leipzig pfiff, gab es jeweils große Aufregung über die Entscheidungen – beim Gegner. Beim 2:1 gegen Augsburg gab der Berliner einen Freistoß, obwohl Reece Oxford Nordi Mukiele kaum berührt hatte, ließ den folgenden Elfmeter wiederholen und ahndete dann ein passives Abseits von Amadou Haidara, der seinem Gegenspieler den Weg versperrte, vor dem zweiten Tor von RB nicht.

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„Ich bin sicher, wenn hier Bayern oder Dortmund spielen, gibt es keine Wiederholung. Ich kann das akzeptieren, der Schiri hat Recht, aber ich bin gespannt, wie viele von zehn Elfmetern in dieser Situation zurückgepfiffen werden”, sagte FCA-Keeper Gikiewicz zur (korrekten) Elfmeter-Wiederholung, weil er zu weit aus seinem Kasten herausgesprungen war. Die Augsburger Verantwortlichen ärgerten sich darüber, dass Zwayer sich die strittigen Szenen nicht noch einmal anschaute.

„Insgesamt sehr kleinliche Spielleitung, auch bei der Elfmeterentscheidung für Leipzig nach minimaler Berührung. Den Strafstoß wiederholen zu lassen, war regelkonform”, urteilte das Fachblatt Kicker damals, das Zwayer die Note vier gab.

Reicht ein Kontakt für Elfmeter?

Auch im Spiel zuvor zwischen RB und Freiburg gab es reichlich Grund für Diskussionen. Abermals war ein leichter Kontakt für Zwayer Grund genug, Elfmeter für RB zu geben. Diesmal nach einem vermeintlichen Foul von Freiburgs Nicolas Höfler an Christopher Nkunku. SCF-Kapitän Christian Günter war außer sich: „Den zu pfeifen, ist für mich Wahnsinn. Das reicht niemals für einen Elfmeter, sorry, niemals!”, sagte der Spielführer im Anschluss. Freiburgs Coach Christian Streich mokierte sich: „Ich habe immer gedacht, es muss ein Foul geben, damit es auch ein Foul ist. Heute reicht ein Kontakt.” Auch in dieser Szene war sich Zwayer so sicher gewesen, dass er sich die Szene nicht noch einmal anschaute.

Deutschlands Schiedsrichter des Jahres 2013/14 gilt als einer der erfahrensten deutschen Unparteiischen. Er leitete in seiner Karriere 17 Partien von RB Leipzig (8 Siege/3 Remis/6 Niederlagen), darunter die denkwürdige Pokal-Niederlage gegen Bayern München (5:6 n.E.) 2017 sowie den 6:1-Kantersieg gegen den VfL Wolfsburg 2019.

Unterstützt wird Zwayer an diesem Sonntag von seinen Assistenten Marco Achmüller aus Bad Füssing und Rafael Foltyn aus Wiesbaden. Vierter Offizieller ist Michael Bacher aus Amerang. Als Video-Assistent ist Markus Schmidt aus Stuttgart im Einsatz. (RBlive/ukr)