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Von Ullrich Kroemer

Mit „Kardamom und Meersalz”: Nagelsmanns Zutaten für „emotionales” Spiel gegen Lyon

Spielt sich auch mit den Journalisten die Bälle zu: Julian Nagelsmann in Lyon.

Spielt sich auch mit den Journalisten die Bälle zu: Julian Nagelsmann in Lyon.

Julian Nagelsmann ist ein begabter Koch. Seine Vorliebe für ausgefallene Hackbraten-Rezepte sind legendär. Doch der 32-Jährige ist auch darüberhinaus kulinarisch bewandert. Auf die Frage, welche Zutaten in der Genießerstadt an der Rhone die richtigen für ein Gourmet-Gruppenfinale in der Champions League zwischen RB Leipzig und Olympique Lyon seien, antwortete Nagelsmann spontan: „Kardamom und Meersalz”. Das passt zumindest zur Gegend, denn das Gewürz Kardamom ist eine mögliche Zutat der berühmten Lyoner Wurst.

Es wird in der kulinarischen Hauptstadt Frankreichs auch im Stadion sehr gut schmecken.
Julian Nagelsmann

Und auch zum Spiel passt das ganz gut: Kardamom schmeckt würzig, leicht süßlich und hat eine gewisse Schärfe. „Es soll ein emotionales Spiel werden. Lyon hat noch die Chance weiterzukommen, und wir haben eh eine emotionale Art und Weise Fußball zu spielen, die auch begeistert und mitreißend ist”, sagte Nagelsmann und kündigte an: „Die Mannschaft ist sowohl von der Grundordnung als auch vom Personal her offensiv ausgerichtet. Es wird in der kulinarischen Hauptstadt Frankreichs auch im Stadion sehr gut schmecken.”

Die berauschende Atmosphäre im Lyoner Groupama-Stadion kennt der RB-Trainer bereits von der vergangenen Spielzeit mit Hoffenheim. „Es war damals sehr laut. Das ist ein schönes Stadion, das damals nahezu ausverkauft war mit einer tollen Stimmung und einem intensiven Spiel”, erinnerte sich Nagelsmann. Nach 0:2-Rückstand holte die TSG noch ein 2:2 – und das trotz Unterzahl seit der 51. Minute. „Das hat uns nichts gebracht, außer einem geschichtsträchtigen Champions-League-Moment.” Eine solche Aufholjagd in Unterzahl hatte es auswärts zuvor in der „Königsklasse” offenbar noch nicht gegeben. „Ich hoffe, dass es morgen auch so laut ist, weil es immer schöner ist vor einer solchen Kulisse zu spielen”, so der Chefcoach.

Lyons Trainer Garcia fordert gegen RB Leipzig „Mut, Willen, Verrücktheit”

Lyon schwor sich vor dem für die Gastgeber entscheidenden Gruppenabschluss entsprechend emotional ein. „Leipzig ist sehr stark, sehe effizient im Pressing, die beste Mannschaft der Gruppe. Eine echte Tormaschine”, sagte der neue Cheftrainer Rudi Garcia. "Wir brauchen deshalb ein komplettes Spiel. In erster Linie aber müssen wir zeigen, dass wir uns qualifizieren wollen. Wenn wir gewinnen, sind wir Gruppenerster, das müssen wir uns vor Augen führen. Und wir brauchen ein bisschen Verrücktheit.” Garcia war bis zum Sommer Trainer von Olympique Marseille, das RB mit ebendieser Spielweise 2018 aus der Europa League geschossen hatte.

Auch Starstürmer Memphis Depay fiebert dem Match entgegen. „Wir wissen, wie stark Leipzig ist, wir kennen ihre Qualitäten und auch ihre Schwächen”, sagte der Niederländer. „Wir spielen außerdem vor unserem Publikum. Wir müssen zeigen, was wir können und was wir wollen. Und was wir wollen, ist, in der Champions League zu bleiben.”

Nach der Entlassung des brasilianischen Trainers Sylvinho im Oktober kletterte Olympique Lyonnaise von Tabellenplatz 14 auf Rang sieben. Bis zu Rang drei sind es nur drei Punkte Abstand. Aus den acht Spielen seither holte das Team 16 Zähler. „Sie sind ein bisschen stabiler als noch im Hinspiel”, sagte Nagelsmann, der aber keine gravierenden Neuerungen im Spiel des einstigen französischen Serienmeisters ausmacht. „Die Spieler von Lyon pflegen eine bestimmte Art zu spielen. Man sieht kleine Veränderungen, aber das sind keine Dinge, die uns nicht vor völlig andere Aufgaben stellen als im Hinspiel”, so der Coach.

Die nötigen Zutaten hat RB Leipzig also beisammen, jetzt gilt es nur noch die richtige Mischung zu finden. (RBlive/ukr/mhe)