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Red-Bull-Duell mit neuer Brisanz – Der Rechenschieber für die Europa League

In der Europa League beginnt das große Rechnen.

In der Europa League beginnt das große Rechnen.
Copyright: Imago

Leipzigs Trainer Ralf Rangnick sprach die brisante Gruppen-Konstellation nach der Niederlage von Glasgow nur beiläufig an. „Mit einem Unentschieden hätten wir noch einen Sieg gebraucht. Jetzt brauchen wir einen Sieg in Salzburg und danach womöglich nochmal einen Sieg gegen Trondheim”, sagte Rangnick. „Daher ist es so ärgerlich, dass wir den Punkt nicht mitnehmen konnten.”

Dass das Rückspiel zwischen beiden Red-Bull-Klubs am fünften Spieltag stattfindet – die Ansetzung macht die Uefa inzwischen computergesteuert und nicht mehr gespiegelt wie früher –, erweist sich nun als unglücklich und ruft erneut Kritiker des RB-Modells auf den Plan.

Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung steht im Raum

Dabei geht es gar nicht so sehr darum, dass es womöglich tatsächlich eine Stallorder von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz geben könnte, was – soweit bekannt – nicht der Fall ist. Doch weil die beiden Vereine durch den mächtigen Geldgeber und Klub-Schöpfer so eng verbunden sind, müssen sie sich diesem Vorwurf nun ebenso stellen wie der Verband, der in der vergangenen Saison beide Teams nach erheblichen Bedenken für europäische Wettbewerbe lizenzierte. Allein, dass dieser Vorwurf im Raum steht und eine Wettbewerbsverzerrung denkbar wäre, weil beide Klubs nun einmal so eng verbunden waren, als wären sie ein Verein, öffnet Raum für Spekulationen.

Und dennoch ist das Szenario derzeit nicht mehr als eine Verschwörungstheorie. Kennt man die beteiligten Trainer Marco Rose und Ralf Rangnick und nimmt man die zwischen beiden Klubs und Trainern entstandene Rivalität „wie bei einem Derby” (Rangnick) zum Maßstab, ist eine Order aus der Chefetage undenkbar. Rose ist moralisch so integer, dass er seinen Job wohl sofort kündigen würde, wenn Mateschitz ihm nahelegen würde, Leipzig Punkte zu überlassen. Und auch auf dem Platz unter den Spielern herrscht eine solche Rivalität, dass Absprachen undenkbar erscheinen.

FC Salzburg braucht noch einen Punkt – RB Leipzig nur mit zwei Siegen sicher weiter

Sowieso braucht Salzburg selbst noch einen Punkt, um sicher in die K.o.-Runde der Europa League einzuziehen. Denn nach aktueller Gruppenkonstellation könnten am Ende Celtic, Leipzig und Salzburg alle mit zwölf Punkten ins Ziel kommen und Salzburg noch auf Rang 3 abrutschen. Voraussetzung dafür ist, dass Celtic und Leipzig ihre restlichen beiden Spiele gegen Salzburg und Trondheim jeweils gewinnen. Dann würde die Punktzahl und das Torverhältnis in den sechs Spielen der drei Mannschaften untereinander den Ausschlag über die finalen Platzierungen in der Gruppe B der Europa League geben, wobei die Punktzahl mit je sechs Zählern identisch wäre.

In Sachen Torverhältnis hat aktuell Salzburg mit 6:3 Toren aus den Spielen in Leipzig und gegen Celtic in den direkten Duellen recht deutlich die Nase vorn. Deswegen würden den Österreichern auch zwei knappe Niederlagen gegen Celtic und Leipzig reichen, um in die K.o.-Runde einzuziehen. Sechs Tore Vorsprung müssten sie auf Celtic noch verspielen, um schon in der Gruppenphase auszuscheiden. RB Leipzig wäre dagegen bei zwei Siegen in Salzburg und gegen Trondheim in jedem Fall weiter, weil Celtic und Salzburg schon theoretisch nicht beide gleichzeitig in den direkten Duellen ein besseres Torverhältnis als RB haben können.

Aktuelle Tabelle in den direkten Duellen zwischen Salzburg, Leipzig und Celtic

  • Salzburg – 2 Spiele – 6:3 Tore – 6 Punkte
  • Leipzig – 3 Spiele – 5:5 Tore – 3 Punkte
  • Celtic – 3 Spiele – 3:6 Tore – 3 Punkte

Wenn Celtic oder RB nicht beide verbleibenden Spiele gewinnt, ist Salzburg automatisch in der K.o.-Runde. Für diesen Fall müsste RB Leipzig mindestens genauso viele Punkte holen wie Celtic, um in Europa zu überwintern. Holt man mehr Punkte, liegt man automatisch vor den Schotten. Holen beide Teams bspw. vier Punkte, dann würde das direkte Duell zwischen Leipzig und Celtic den Ausschlag geben und das ging mit 3:2 Toren an RB.

Eine ganz verrückte Variante würde auch Rosenborg Trondheim noch Chancen auf die K.o.-Runde geben. Dazu müsste Salzburg die letzten beiden Spiele gegen Leipzig und in Glasgow gewinnen, während Trondheim die Spiele gegen Celtic und in Leipzig ebenfalls für sich entscheidet. Dann hätten RB, Celtic und Trondheim jeweils sechs Punkte und es käme auf die Bilanz (und dort dann wieder auf die Tordifferenz) in den Spielen dieser drei Teams untereinander an, wer den Platz hinter Salzburg ergattert. Aber dies ist eine sehr theoretische Variante, für die wenn nötig auch nach dem fünften Spieltag noch Zeit bleibt, um sich ihr zu widmen.

Verbleibende Spiele in Gruppe B der Europa League

29.11.2018, 18.55 Uhr

  • FC Salzburg – RB Leipzig
  • Rosenborg Trondheim – Celtic Glasgow

13.12.2018, 21.00 Uhr

  • RB Leipzig – Rosenborg Trondheim
  • Celtic Glasgow – FC Salzburg

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