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Von Martin Henkel, Ullrich Kroemer

Rückfall ins Frühjahr Die Spieler von RB Leipzig in der Einzelkritik

O no! Nordi Mukiele verzweifelt an der Tagesform.

O no! Nordi Mukiele verzweifelt an der Tagesform.

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 0:0 gegen den 1. FC Köln gesehen:

Peter Gulacsi: Vier Torschüsse der Kölner fanden den Weg zum Ungarn, halten musste er davon keinen. Entweder gingen die Bälle vorbei, oder aber sie wurden aus einer Abseitsstellung abgefeuert. Note: 2,5.


Nordi Mukiele: Gediegener Auftritt des Außenläufers, der die Weihnachtsferien herbeisehnen wird. Ackerte wieder hoch und runter, hatte eine Kopfballchance zur Führung, ging knapp vorbei (10.). Note: 2,5.


Willi Orban: Leipzigs Kopfballrecke hatte eine Einnick-Chance, die ihm aber Mukiele beim Hochspringen vermasselte (72.). Weil Köln nicht unbedingt ein Tor schießen wollte, beim Verteidigen unterbeschäftigt. Spielte zu Beginn eine Reihe von Fehlpässen. Note: 3.


Dayot Upamecano: Standard-Auftritt des Franzosen. Im Sprint und Nahkampf unbezwingbar, im Spielaufbau mal wieder den einen oder anderen Schnitzer. Note: 3.


Marcel Halstenberg: Durchwachsene Partie des Nationalspielers. Offenkundig noch auf dem Weg, die Automatismen wieder in den Leib zu arbeiten. Dachte oft beim Abspiel nach, wohin der Ball nun eigentlich gehen soll. Note: 3,5.

Angeliño: Eifrig wie immer. Hin und wieder im alten Modus unterwegs: abspielen statt selbst den Abschluss suchen. Trotzdem zwei Torschüsse, die aber geblockt wurden oder vorbeigingen (33., 36.). Hätte in dieser Phase treffen müssen. Eine gute Hereingabe auf Yussuf Poulsen, die der aber mit der Fußspitze ins Aus beförderte. Note: 3.


Kevin Kampl: Gutes Spiel des Routiniers. Kurbelte immer wieder die Angriffe an, holte sich Bälle, wenn die Kollegen nach Ideen fahndeten. Ein gefährlicher Torschuss, den er hätte verwandeln müssen, ging aber drüber (66.). Note: 2,5.


Tyler Adams: Spielte anstelle von Marcel Sabitzer den defensiven Part vor der Abwehr. Weil der Gegner im Vorwärtsgang mit Blei in den Hosen spielte, nicht oft gefordert. Im Spiel nach vorn teils ideenlos wie seine Kollegen. Note: 3.

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Amadou Haidara: In der ersten Hälfte bester Leipziger mit zahlreichen Abschlusschancen. Die erste nach 38 Sekunden! Durfte in der offensiven Dreierreihe ran und nutzte die Freiheiten nach vorn. Sein früher vermeintlicher Treffer wurde wegen knapper Abseitsstellung zurückgepfiffen. Lief sich mit fortdauernder Spielzeit fest und musste/durfte das Feld nach einer Stunde verlassen. Note: 2,5.


Marcel Sabitzer: Ging leicht angeschlagen ins Spiel und durfte nur eine Halbzeit spielen. Spielte so offensiv wie nie in dieser Saison, konnte das aber nicht wirklich nutzen. War zu Beginn der Partie an drei gefährlichen Szene beteiligt (1., 2., 5.), hatte insgesamt aber nur 25 Ballkontakte. Ausnahme: Spielte die Vorlage auf Haidara, als der früh traf (2.), stand dabei aber knapp im Abseits. Das passte zu diesem gebrauchten Nachmittag. Note: 3,5.


Yussuf Poulsen: Sein Arbeitstag war nach 45 Minuten beendet. War mit nur 15 Ballkontakten kaum ins Spiel eingebunden. Schoss einmal, als er hätte abspielen müssen und rutschte dabei noch aus (34.). Verpasste eine gefährliche Hereingabe von Angeliño, die er nur mit dem Schienbeim touchierte (5.). Note: 3,5.


Dani Olmo (46.): Mühte sich nach seiner Einwechslung, den Sieg zu erwzingen, gab vier Torschüsse in 45 Minuten ab – die meisten aller Leipziger. Doch entweder wurde der Spanier geblockt, er verfehlte das Tor oder Kölns Keeper Horn hielt. Belebte das Offensivspiel dennoch sichtlich, auch wenn ihm an diesem Nachmittag nicht die entscheidende Aktion gelang. Das Spiel der gesamten Mannschaft wirkte hinsichtlich der Frische und Konzentration wie ein Rückfall ins Frühjahr, als RB daheim reihenweise Punkte verschenkte. Note: 3.


Emil Forsberg (46.): Versuchte nach seiner Einwechslung zur zweiten Hälfte im Kreativ-Doppel mit Olmo das Spiel zu wenden, brauchte aber zu lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Hatte nach Vorlage von Angeliño eine gute Schusschance, die aber am Tor vorbeitrudelte. In seinen Aktionen fehlte Schärfe und Zielstrebigkeit. Note: 3.


Alexander Sörloth (62.): Bleibt auch in seinem 15. Einsatz für RB ein Stürmer von trauriger Gestalt. Brachte keinen Druck in seine (Kopfball-)Aktionen und wirkt gehemmt, was Trainer Nagelsmann auch auf seinen mentale Verfassung zurückführt. Note: 3,5.


(RBlive/ukr/hen)