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Von Ullrich Kroemer

„Zwei klare Fehlentscheidungen” Nagelsmann kritisiert Schiedsrichter Gräfe

Eine Spur zu theatralisch? Kevin Kampl fällt nach Kontakt mit Keeper Kastenmeier wie ein Krieger aus der Antike.

Eine Spur zu theatralisch? Kevin Kampl fällt nach Kontakt mit Keeper Kastenmeier wie ein Krieger aus der Antike.

Die Schreie von Dayot Upamecano hallten durch die leere Leipziger Arena; der Franzose ging zu Boden wie vom Blitz getroffen – wohl eine Spur zu theatralisch für Schiedsrichter Manuel Gräfe und den Videoreferee Robert Kampka in Köln. Dabei war der Fortune Kenan Karaman dem Abwehrchef der Leipziger vor dem 1:2-Anschlusstreffer der Düsseldorfer klar auf den Fuß getreten. Doch der Treffer zählte – und das Unheil aus Leipziger Sicht nahm seinen Lauf. Innerhalb von fünf Minuten verspielte RB eine sicher geglaubte 2:0-Führung in ein 2:2. Das elfte Remis in dieser Saison, das fünfte im eigenen Stadion in Serie.

„Bei der Aktion gegen Upamecano hat Köln angeblich durchgefunkt, dass er im Rasen hängen geblieben ist. Das war ein klares Foul”, sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann. „Karaman tritt ihm unten an die Sohle, dann knickt er ein bisschen um. Man muss es sich zumindest anschauen. Das ist das erste Mal, dass Köln in drei Sekunden etwas entscheidet.”

Rösler: „Habe überhaupt kein Foul gesehen”

Gäste-Trainer Uwe Rösler hat hingegen „überhaupt kein Foul gesehen”. Der Ex-Leipziger sagte: „Da sind zwei, die 1,90 Meter groß sind und 100 Kilogramm wiegen Schulter an Schulter. „Kenan hat genau das gemacht, was ich von ihm erwarte, er spielt sehr körperbewusst und hat sich da super durchgesetzt.”

Und auch zur ersten höchst strittigen Szene des Spiels hatte Rösler eine klare Meinung: „Da wurde gestochert, für mich ist das kein Elfmeter.” Nach einem Missverständnis in der Fortuna-Abwehr hätte Kevin Kampl den Ball eigentlich nur noch ins leere Tor zu schieben brauchen. Doch Düsseldorfs Torwart Florian Kastenmeier grätscht in letzter Sekunde dazwischen. Für Kampl ein Foul, für Gräfe und den VAR nicht.

Kampl bittet Gräfe drei Mal: „Schauen sie es sich bitte an”

„Ich habe dem Schiedsrichter drei Mal gesagt, schauen sie es sich bitte an”, berichtete Kampl. „Er trifft mich in der Kniekehle und dann vielleicht den Ball. Für mich ein ganz klarer Elfmeter.” In der Zeitlupe ist zu sehen, dass Kastenmeier wohl Sekundenbruchteile vor dem Ball Kampls Oberschenkel berührt. Eine 50:50-Entscheidung.

„Für mich waren es zwei klare Fehlentscheidungen”, befand Nagelsmann. Die Schuld suchte der Trainer dennoch vor allem bei seiner Mannschaft, die eine „unglaublich schlechte erste Halbzeit” gezeigt hatte. „Wir waren träge mit unglaublich langsamen Ballvortrag. Das haben wir uns zum Teil selbst zuzuschreiben.” Das Abwehrverhalten vor dem 1:2 gefiel dem 32-Jährigen gar nicht – Foulspiel hin oder her: „Das erste Tor war eigentlich einfach zu verteidigen. da war der Gegner schon weg vom Tor, den lassen wir wieder ins Zentrum kommen.” (RBlive/ukr/mit dpa)