Geht er doch Ablösefrei?

Bericht: Laimer hat sich mit FC Bayern auf Transfer geeinigt

Von Thomas Fritz Aktualisiert: 06.07.2022, 11:12
Korad Laimer (r.) und Brian Brobbey beim Training am Cottaweg.
Korad Laimer (r.) und Brian Brobbey beim Training am Cottaweg. (IMAGO / Picture Point LE)

Der FC Bayern und Konrad Laimer haben sich auf einen Transfer geeinigt. Laut Sportbild sind die Modalitäten geklärt. Laimer habe RB Leipzig informiert, dass er diesen Sommer oder im nächsten Jahr ablösefrei zum Rekordmeister und seinen Ex-Mitspielern Marcel Sabitzer und Dayot Upamecano wechseln wird. Außerdem ist Laimer der Wunschspieler von Ex-RB-Coach Julian Nagelsmann, der seine ehemalige Pressingmaschine unbedingt an die Isar holen will.

Laut Leipziger Volkszeitung haben die Münchener nun ein erstes Angebot für den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler abgegeben. Die dem Vernehmen nach von RBL geforderten 25 bis 30 Millionen Euro will die Nagelsmann-Elf aber nicht zahlen. Warum auch, bei nur einem Jahr restlicher Vertragslaufzeit? Zudem würden die Verantwortlichen vor einem Laimer-Transfer gern Ex-RB-Kapitän Marcel Sabitzer verkaufen, um etwas für die Einnahmenseite zu tun.

RB Leipzig lässt Leistungsträger nicht ablösefrei gehen

RB-Coach Domenico Tedesco lässt sich im Transfer-Poker derweil nicht aus der Ruhe bringen. "Konni fühlt sich wohl. Er ist unser Spieler und so planen wir auch. Wenn sich Veränderungen ergeben, dann nicht am 28. August. Da gibt es Deadlines", sagte er am Dienstag beim öffentlichen Training am Cottaweg.

Weil es zur Transferpolitik von RB Leipzig gehört, keine Leistungsträger ablösefrei gehen zu lassen, spricht mehr für einen Deal in den kommenden Wochen als dagegen. Genau so gut könnten die Verantwortlichen auch in den (finanziell) sauren Apfel beißen, um ein letztes Mal mit Laimer den Angriff auf die deutsche Meisterschaft zu starten.

RB Leipzig hat genügend Alternativen im Mittelfeld

Laimer vorzeitiger Weggang wäre angesichts der Verpflichtung von Mittelfeldspieler Xaver Schlager (VfL Wolfsburg) vielleicht auch zu verschmerzen. Zumal es in der Zentrale mit Kevin Kampl, Amadou Haidara und Defensiv-Allrounder Benjamin Henrichs genügend Alternativen gäbe.

Klar, sie haben nicht die Qualitäten im Gegenpressing wie der Österreicher. Aber ein Mann wie Haidara könnte in einer größeren Rolle vielleicht einen Entwicklungssprung machen, der ihm durchaus zuzutrauen ist. Sollte er nicht den Verein verlassen, wie zuletzt gerüchtelt wurde.