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Von Martin Henkel

Aus Merseburg an die Merseyside Sikou Konaté folgt seinem Bruder nach Liverpool

Ibrahima Konaté in Markranstädt bei einem Testspiel gegen Stade Rennes.

Ibrahima Konaté in Markranstädt bei einem Testspiel gegen Stade Rennes.

Liverpool ist im Konaté-Fieber und darf sich in diesem erregten Zustand nicht nur auf Innenverteidiger Ibrahima Konaté freuen, sondern auf einen Doppelpack. Auch Sikou Konaté verlässt nämlich den deutschen Fußball und wird seinem berühmten Bruder an die Merseyside folgen. Der ältere der beiden  Franzosen kickte bislang beim Leipziger Umlandsklub 1. FC Merseburg.

Über deutschem Oberligalevel

Wie der Oberligist vermeldete, hat Konaté den Klub verlassen, um ebenfalls nach England zu gehen und seinen jüngeren Bruder dort zu unterstützen. Es fragt sich nur, ob er seine Amateurfußballkarriere in England wird fortsetzen können.

Klubs an der Merseyside gibt es freilich reichlich. Es dürfte nur darauf ankommen, welche Talente des Rechtsfußes in welche Liga passen. Im ganz unteren Bereich bieten sich St. Helens Town, Bootle und der A.F.C. Liverpool an (Liga neun bis zehn). Darüber kämen Klubs wie Prescot Cables, Marine oder City of Liverpool infrage, weiter oben wären Kandidaten Southport und Tranmere. Bei diesen zwei Verein wird es vielleicht aber auch schon haarig für den Mittelstürmer, sie sind über dem deutschen Oberligalevel angesiedelt.

In der vergangenen Saison kam Sikou Konaté nur sieben Mal zum Einsatz und schoss zwei Tore. Zuvor war der 1,86 Meter große Angreifer bei Lipsia Eutritzsch, Kickers 94 Markleeberg und Inter Leipzig aktiv. Seine Gesamtbilanz steht bei 37 Einsätzen und vier Treffern.

Irgendetwas aber wird sich wohl finden. Ibrahima Konaté kommt als großes Talent zum FC Liverpool und dürfte ebenso großen Wert darauflegen, dass sein älterer Bruder nicht nur in der gemeinsamen Wohngemeinschaft herumlungert. Man wird ihm diesen Wunsch sicherlich erfüllen.

Konaté: "Ich bin glücklich, auch für die Familie"

Ein guter Familienspirit ist schließlich viel wert. Seit 2018 waren die beiden Brüder gemeinsam in der Messestadt Leipzig. Der jüngere Frére entwickelte sich danach zu einer Stütze in der Leipziger Hintermannschaft. Lediglich unter Julian Nagelsmann kam er nicht mehr richtig voran, was vor allem daran lag, dass er sich in seiner ersten Spielzeit unter dem damals neuen Übungsleiter den Hüftbeuger verletzte, sich deshalb vorigen Sommer deshalb operieren lassen musste, und auch in der Folge-Spielzeit nicht richtig in Tritt kam.

Nichtsdestotrotz sind die Anlagen des Innenverteidigers exzellent. Liverpools Trainer Jürgen Klopp, der vergangene Saison mit allerhand Ausfällen in seiner Hintermannschaft zu kämpfen hatte, scheute sich deshalb nicht, beim 22-Jährigen die Ausstiegsklausel zu aktivieren und ihn für über 45 Millionen Euro zu verpflichten.

Ibrahima Konaté sagte nach der Verpflichtung: "Ich bin wirklich glücklich, zu so einem großen Verein wie Liverpool zu wechseln." Es sei ein aufregender Moment nicht nur für ihn, sondern auch für seine Familie. (RBlive/hen)