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Julian Nagelsmann: „RB Leipzig ist ein Klub, den man noch prägen kann“

Julian Nagelsmann wird ab 2019 RB Leipzig trainieren.

Julian Nagelsmann wird ab 2019 RB Leipzig trainieren.

Statt Real Madrid hat sich Julian Nagelsmann RB Leipzig als kommenden Karriereschritt ausgesucht. Im Interview mit 11Freunde (Print/ August-Ausgabe) hat er das als „nächstes logisches Ziel“ bezeichnet.

Der bestehe darin, dass er auch künftig nicht bei einem Verein aus der allerhöchsten Kategorie arbeitet, sondern erstmals einem Klub vorsteht, „bei dem ich nicht aus dem Nachwuchs aufsteige“. Den „Peak“ in Form eines Vereins wie Real Madrid könne er angesichts seiner erst 31 Jahre „noch ein bisschen rausschieben“.

Julian Nagelsmann will bei RB Leipzig seinen Fußabdruck hinterlassen

Bei RB Leipzig sei es zudem einfacher, einen „Fußabdruck“ zu hinterlassen. „Wenn Niko Kovac in München Deutscher Meister wird, werden sie ihn dort nicht auf Händen durch die Stadt tragen. Das ist dort eher der Normalfall. Aber wenn ich hier [in Hoffenheim/ Anmerkung RBlive] eine ähnlich gute Saison erlebe wie zuletzt, werden die Leute sagen: Nagelsmann hat den Verein geprägt. RB Leipzig ist auch ein Verein, den man noch prägen kann. Und das reizt mich.“

In dem Interview mit 11Freunde verteidigt Nagelsmann auch seine Entscheidung, den Wechsel nach Leipzig schon sehr früh bekanntzugeben. „Mir ging es bei der Entscheidung um innere Ruhe. Denn die Spekulationen hätten ja nicht aufgehört.“ Wann immer ein Kollege bei einem anderen Verein in Frage gestellt worden wäre, wäre sein Name genannt worden. „In der vergangenen Saison war ich zeitweise jeden Tag bei einem anderen Verein im Gespräch.“ Das habe erst recht für Unruhe gesorgt. Nun sei es „schön“, dass „jeder weiß, woran er ist“.

Nagelsmann und Hopp scheiden nicht im Streit voneinander

Keine Probleme hatte er, Hoffenheim-Chef Dietmar Hopp seine Entscheidung mitzuteilen. „Es war ein sehr persönliches, angenehmes Gespräch.“ Hopp sei zwar traurig gewesen, habe aber den Schritt zu RB Leipzig verstanden. „Alles andere hätte mich auch überrascht.“ Dass Nagelsmann nun ausgerechnet unter die Fittiche von Ralf Rangnick gerät, dessen Verhältnis zu Hopp aufgrund der Trennung in Hoffenheim als belastet gilt, habe beim Hoffenheimer Finanzier keine Emotionen ausgelöst. „Dietmar ist ein argumentativer Mensch. Er hat den Plan, den ich verfolge, voll und ganz verstanden.“

Für die kommende Saison will Julian Nagelsmann aber noch mal vollen Erfolg mit Hoffenheim. Dafür will er die vier Komponenten des Fußballs „Ballbesitz, gegnerischen Ballbesitz und die beiden Umschaltsituationen Ballverlust und Ballgewinn etwas ausgeglichener trainieren“. In der letzten Saison habe in der Rückrunde vor allem „das Ballbesitzspiel gelitten. Da möchte ich mehr Struktur und ein paar taktische Varianten reinbringen.“