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Lok-Idol Rene Müller: "Man muss RB nicht lieben, aber respektieren"

Torwart Rene Müller läuft 1987 mit Lok Leipzig zum Europapokal-Spiel gegen Girondins Bordeaux auf.

Torwart Rene Müller läuft 1987 mit Lok Leipzig zum Europapokal-Spiel gegen Girondins Bordeaux auf.

Für Lok Leipzigs Torwart-Ikone Rene Müller war es keine Überraschung, dass viele Topklubs des DDR-Fußballs nach dem Mauerfall Existenzprobleme bekamen. „Die Fußball-Vereine im Osten waren für die Wende nicht gut aufgestellt. Die besten Spieler wurden in den Westen verkauft, einige Ostklubs fielen in ein tiefes Loch“, sagte Müller angesichts des 30. Jahrestages des Mauerfalls am Samstag dem SID.

Nach Einschätzung von Müller fehlte es vielen Ostklubs nach der Wende an Finanzkraft und Know-how. Auch habe es keinen echten politischen oder wirtschaftlichen Willen für einen Aufschwung Ost im Fußball gegeben. „Nehmen sie das Beispiel Lokomotive Leipzig. Der Klub wäre doch vom Namen her interessant für die Deutsche Bahn gewesen. Doch es gab nicht einmal eine Annäherung“, sagte Müller.

73.000 Zuschauer feuerten Lok im Europapokal an

Vor dem Mauerfall hatte der Schlussmann mit Lok für große Momente gesorgt, stand in 39 Europapokalspielen zwischen den Pfosten. Höhepunkt war das Rückspiel im Halbfinale des Pokalsieger-Cups 1987. Vor 73.000 Zuschauern schmiss die Loksche im Leipziger Zentralstadion Girondins Bordeaux im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb. Müller hielt einen Schuss, ehe er den entscheidenden Elfer selbst unter die Latte donnerte. Lok konnte nie mehr an die Erfolge anknüpfen und steht heute ganz im Schatten von RB Leipzig.

Den richtig großen Fußball brachte erst RB in die Messestadt zurück. Müller verfolgte die Entwicklung aus der Distanz. Das Konstrukt des Getränkeunternehmens Red Bull hat sich innerhalb von nur zehn Jahren in der deutschen Spitze etabliert, spielt inzwischen Champions League. „Ich habe immer gesagt, dass Leipzig nur einen großen Verein braucht. Red Bull hat das verwirklicht“, sagte Müller.

Da sind Sponsoren, die früher ihr Geld zu Lok oder Chemie Leipzig gebracht haben
Rene Müller über RB Leipzig

Mittlerweile arbeitet Müller dank der Vermittlung von Ex-Coach Hans Meyer als Scout für Borussia Mönchengladbach, besucht manchmal auch die Red-Bull-Arena. „Es ist schon erstaunlich, wen man da alles trifft. Da sind Sponsoren, die früher ihr Geld zu Lok oder Chemie Leipzig gebracht haben“, so Müller. Die Lok-Ikone hat eine klare Meinung zu RB: „Man muss den Verein nicht lieben, aber respektieren.“

Neben Lok, das von 1991 bis 2004 unter dem Namen VfB Leipzig firmierte, taumelten mit Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg weitere DDR-Topklubs durch die Nachwendezeit. Hansa Rostock und Energie Cottbus schafften den Sprung in die Bundesliga, fristen heute mit DDR-Europapokalstartern wie Carl Zeiss Jena, BFC Dynamo oder Rot-Weiß Erfurt aber ein kärgliches Dasein in der 3. oder 4. Liga. (RBlive/sid)