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Peter Gulacsi ist eine zufriedene Nummer 1

Peter Gulacsi.

Peter Gulacsi.

Peter Gulacsi hat sich zufrieden mit der Entscheidung gezeigt, dass er als Stammtorhüter bei RB Leipzig in die neue Saison geht. „Ich finde es grundsätzlich gut, dass es eine Nummer eins gibt. Sonst ist die Situation nicht gut für den Torwart, der spielt – und auch nicht für den, der nicht spielt. Derjenige, der im Tor steht, braucht das hundertprozentige Vertrauen des Trainers. Dass ich es bin, freut mich natürlich“, erklärt er im Interview mit BILD.

Peter Gulacsi auf dem Weg zum Führungsspieler

Dabei sieht er sich auch als Führungsspieler im Team. „Ich bin auf einem guten Weg, ein Führungsspieler zu sein, denke ich. Dass ich in den Mannschaftsrat gewählt wurde, zeigt, dass die Jungs das auch so sehen. Ich versuche, immer freundlich zu sein. Aber wenn mal was nicht so gut läuft, spreche ich das auch intern ganz klar an und haue auf den Tisch!“

Im BILD-Interview klärt Peter Gulacsi auch auf, dass sein Vertrag nicht nur bis 2019, sondern bis 2020 läuft. Deswegen gibt es derzeit auch keinen akuten Bedarf für eine Vertragsverlängerung. „Ich bin nicht der Typ, der weit nach vorne schaut. Die Champions League steht an, jetzt will ich erst einmal meine Leistungen bestätigen. Generell könnte ich mir aber vorstellen, lange hier zu bleiben“, lässt er sich aber auch die langfristige Leipzig-Option offen.

Gulacsi hat fußballerische Heimat gefunden

Peter Gulacsi geht mit der Partie beim FC Schalke 04 am Samstag in seine dritte Saison bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig. Und in die zweite als Nummer eins. Der Ungar hat in der Vorbereitung den Zweikampf mit dem neuverpflichteten Torhüter-Juwel Yvon Mvogo aus der Schweiz für sich entschieden.

Drei Spielzeiten bei ein und demselben Verein – für Gulacsi eine neue Erfahrung. Der 1,90 Meter große Schlussmann wechselte bislang, zumeist ungewollt, immer wieder den Verein. Vor allem in seiner Zeit in England. Als 17-Jähriger war Gulacsi von MTK Budapest an den FC Liverpool verliehen worden. Die „Reds“ nahmen ihn ein Jahr darauf fest unter Vertrag, doch ein Pflichtspiel an der legendären Anfield Road spielte Gulacsi nie.

Er wurde herumgereicht. Hereford United, Tranmere Rovers und Hull City heißen die Clubs, an die der FC Liverpool den Keeper immer wieder ausleiht. Bis es dem Ungarn zu bunt wird. 2013 wechselt er ablösefrei zu Red Bull Salzburg, womit seine Erfolgsgeschichte beginnt.

Gulacsi von England-Zeit geprägt

Die England-Zeit prägte den Torhüter. Er musste sich in einem fremden Land, mit einer neuen Sprache und ständig wechselnden Teams durchsetzen. „Heute weiß ich, dass es für meine persönliche Entwicklung notwendig war, auch mal Niederlagen einzustecken und Enttäuschungen zu erleben. Wenn alles immer leicht gegangen wäre, wäre ich vermutlich nicht so weit gekommen“, sagte Gulacsi dem Portal «redbulls.com.»

In Salzburg wurde er zweimal Meister und Pokalsieger, schaffte den Sprung in die ungarische Nationalmannschaft. Und dennoch ging er wieder einen Schritt zurück. Sein Wechsel zu RB Leipzig im Sommer 2015 in die 2. Bundesliga geschah mit Bedacht. Er sei vom Konzept und der Philosophie des RB-Spiels überzeugt, begründete er diesen Schritt. Zunächst zweiter Torhüter hinter Fabio Coltorti, nutzte er seine Chance, als sich der Schweizer verletzte und länger ausfiel. Seit anderthalb Jahren ist er nun die Stammkraft zwischen den Pfosten.

Ralph Hasenhüttl vertraut seinem Torwart

«Ich glaube, dass wir mit Pete einen Torwart haben, der nicht immer glänzt, sondern einfach ein solides Gesamtpaket ist», adelte Trainer Ralph Hasenhüttl in einem kicker-Interview den mittlerweile 27-Jährigen. Er sei ein ruhiger, aufgeregter, aber spielbegabter Meister seines Fachs. In der vergangenen Bundesliga-Saison konnten sich die Sachsen zu einhundert Prozent auf den Schlussmann verlassen. Mit zwei gehaltenen Elfmetern gegen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach sicherte er seinem Verein sechs Punkte, die für den Champions-League-Einzug enorm wichtig waren.

Auch deshalb ist er mittlerweile zur Nummer eins des ungarischen Nationalteams geworden. Dort kommt es übrigens am 7. Oktober in der WM-Qualifikation zum Aufeinandertreffen mit der Schweiz – und damit mit Mvogo. Auch da will Gulacsi zeigen, dass er zurecht den Vortritt im Verein erhalten hat.

(RBlive | DPA)