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Starke Aufsteiger RB Leipzig und SC Freiburg

Ralph Hasenhüttl hat großen Respekt vor der Arbeit von Christian Streich.

Ralph Hasenhüttl hat großen Respekt vor der Arbeit von Christian Streich.

Die Aufsteiger aus Leipzig und Freiburg spielen eine grandiose Saison. Oder schwächelt die Konkurrenz? RB-Sportchef Rangnick verneint das: „Das stimmt einfach nicht“. Für den Erfolg beider sprechen viele Details.

Von Serienmeister FC Bayern München sind die Aufsteiger RB Leipzig und SC Freiburg noch meilenweit entfernt – in der Bundesliga-Tabelle gilt das aber derzeit nicht. Die auf Platz zwei liegenden Sachsen buchten schon vor dem Direktduell an diesem Samstag mit dem Ligakrösus das Ticket für die Champions League. Die fünftplatzierten Breisgauer können je nach Schützenhilfe die Europa League mit einem Sieg gegen den abstiegsbedrohten FC Ingolstadt erreichen.

Ralph Hasenhüttl ist von seinem Team beeindruckt

„Was unsere Mannschaft in dieser Saison geleistet hat, wie sie durch die Liga marschiert ist, davor habe ich allerhöchsten Respekt. Es ist bewundernswert, wie schnell die Jungs dazugelernt haben und welcher Esprit entstanden ist“, meinte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl. Schon vor dem Duell am Samstag mit den Bayern haben Leipzig und Freiburg, die zum letzten Saisonspiel nach München reisen, dem Rekordmeister einige Rekorde abgeknöpft.

20 Siege eines Neulings (inklusive des alleinigen Rekords von sieben Siegen in Serie) gelangen wie RB lediglich dem FC Bayern in der Saison 1965/1966. Zudem feierte RB in Berlin den achten Auswärtssieg, was außer den Sachsen bislang nur den Aufsteigern Bayern (1965/66) und Hannover 96 (2002/2003) gelang. Freiburgs Stürmer Nils Petersen holte mit seinen bislang neun Saisontreffern und mit nunmehr 18 Joker-Toren in 57 Spielen sogar den ehemaligen Bayern-Torjäger Alexander Zickler (18 Joker-Treffer in 102 Spielen) ein.

SC Freiburg und RB Leipzig mit leicht verstärkten Zweitligateams

Die Erfolge resultieren aus vielen kleinen Details. Beide Teams schieden frühzeitig aus dem DFB-Pokal aus, konnten sich so voll auf die Bundesliga konzentrieren. Zudem blieb das Spielergerüst aus der 2. Liga erhalten. RB verbesserte den eingespielten und zugleich jüngsten Kader der Bundesliga punktuell mit Stürmer Timo Werner, Dribbelkünstler Naby Keita und Abwehrspieler Bernardo. Freiburgs Trainer Christian Streich hatte trotz der 15 Abgänge seine Führungsspieler behalten und das Team clever mit den Verteidigern Cağlar Söyüncü, Manuel Gulde sowie mit Janik Haberer ergänzt.

Dass die Tabellenplätze keine Zufallsprodukte sind, zeigt auch die Statistik. Mit 19 Treffern ist Neu-Nationalspieler Werner bester deutscher Torjäger und der Schwede Emil Forsberg mit bislang 16 Assists der mit Abstand beste Vorlagengeber der Liga.

Eine Schlüsselrolle für die jungen Spieler nehmen die auch außerhalb des Platzes äußerst kommunikativen Trainer ein. Julian Schuster, seit 2008 in Freiburg, sagte der „Sport Bild“ mit Blick auf die Ansprachen des Trainers: „Hier gibt es einfach noch Menschlichkeit.“

Cheftrainer als Schlüsselfiguren für den Erfolg

Im Breisgau wie in Leipzig wissen sie die Arbeit ihrer Cheftrainer zu schätzen. „Christian Streich ist ohne Zweifel unsere Idealbesetzung. Er hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen, einen guten Umgang mit den Spielern und große Fußball-Kompetenz“, sagte SC-Präsident Fritz Keller der Deutschen Presse-Agentur. Selbst ein Abstieg wie 2015 wäre kein Trennungsgrund für Keller: „Wir lassen uns auch bei einem Abstieg nicht vom Weg abbringen und planen einen Kader immer mit Perspektive. Es muss nicht per ‚Hau Ruck‘ wieder nach oben gehen.“

Streich analysierte die Saison auf seine typische Art und Weise. „Es muss alles intern stimmen, damit wir in der Bundesliga bestehen können. Bei uns ist viel zusammen gekommen: Glück, Können und Geschlossenheit – das war an anderen Orten offenbar nicht ganz so.“ Sein Motto gleicht dem der Leipziger: „Wenn wir nicht voll an die Kante gehen, können wir kein Bundesligaspiel gewinnen.“

Leipzigs Aufstiegstrainer Ralf Rangnick bescheinigt seinem Nachfolger einen Klassejob: „Ralph Hasenhüttl ist ein absoluter Glücksfall. Wie er die Mannschaft geführt hat, davor kann man nur den Hut ziehen.“

(DPA)