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Bis zu 1,2 Millionen extra RB Leipzig motiviert Profis mit Zusatzprämien für vier Ligaspiele

„Der Verein hat sich für die kommenden Spiele etwas Motivatorisches überlegt”: Jesse Marsch und Oliver Mintzlaff beim Champions-League-Spiel in Paris.

„Der Verein hat sich für die kommenden Spiele etwas Motivatorisches überlegt”: Jesse Marsch und Oliver Mintzlaff beim Champions-League-Spiel in Paris.

RB Leipzig ringt mit allen Mitteln um die nächste Teilnahme an der Champions League und will das Ruder in diesem Herbst herumreißen. Dafür müssen Siege in der Liga her – vor allem zu Hause und gegen nominell schlechtere Teams. Laut Informationen der Sport-Bild bat Klubboss Oliver Mintzlaff am Donnerstag vor dem Spiel gegen den SC Freiburg (1:1) zu einer Ansprache und lobte eine Zusatzprämie als Belohnung für Siege in den vier Ligapartien gegen Freiburg, Fürth (4:1), Eintracht Frankfurt (Sa., 18.30 Uhr) und Borussia Dortmund (6.11., 18.30 Uhr) aus.

Demnach zahle der Klub für das gesamte Team zusätzlich zu Tor- und Siegprämien der Einzelspieler jeweils 200.000 Euro für Erfolge in Freiburg, gegen Fürth und in Frankfurt. Im Spiel gegen den BVB können die Kicker den zuvor erspielten Betrag mit einem weiteren Erfolg verdoppeln.

Nagelsmann lehnte die Methode ab, Marsch bestätigt „motivatorische” Maßnahme

Maximal hätte der Klub also 1,2 Millionen Euro in die Teamkasse ausgeschüttet. Da die Maßnahme gegen Freiburg nicht fruchtete, liegen nun jedoch erst 200.000 Euro im Pott. Mit einem Dreier in Frankfurt wären es 400.000 Euro, die mit einem Erfolg gegen den BVB auf 800.000 Euro anwachsen könnten.

Die genauen Summen wollten RBL und Trainer Jesse Marsch nicht bestätigen. Doch der US-Trainer steht – anders als Julian Nagelsmann, der das abgelehnt haben soll – hinter der Maßnahme. „Richtig ist, dass sich der Verein für die kommenden Spiele etwas Motivatorisches überlegt hat. Das ist nicht ungewöhnlich und in den vergangenen Jahren auch das ein oder andere Mal passiert”, kommentierte Marsch in dem Bericht.

Die Prämienidee deutet darauf hin, dass Klubführung und Trainer offenbar Motivationsprobleme bei der Mannschaft festgestellt haben, die durch einen externen Anreiz wie bei einer Gameshow kompensiert werden soll. Dabei geht es wohl eher um den Gedanken, gemeinsam für das Team etwas zu erreichen. Rein finanziell dürfte der Anreiz für die Spieler gering sein. Selbst wenn Siege gegen Frankfurt und Dortmund gelängen, würden im 27er-Kader etwa 30.000 Euro pro Kicker ausgeschüttet. Peanuts angesichts der Millionengehälter der meisten Profis. (RBlive/ukr)