Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Eine neue Version von RBLive steht zur Verfügung:  ↻ Aktualisieren

Oliver Mintzlaff: „Wir sind Lichtjahre von Bayern entfernt“

RB Leipzigs Boss Oliver Mintzlaff

RB Leipzigs Boss Oliver Mintzlaff

Sportlich treffen sich Bayern München und RB Leipzig morgen auf Augenhöhe. Denn in der Tabelle liegen beide Teams punktgleich an der Spitze. Trotzdem trennt beide Vereine einiges, wie Oliver Mintzlaff im Interview mit BILD (Paywall) betont.

Oliver Mintzlaff will von den Bayern lernen

„Wir sind Lichtjahre von Bayern entfernt. Aber wir können viel von ihnen lernen“, erklärt der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende von RB Leipzig. Vor allem strukturell sei der Klub vorbildhaft. „Es ist ein Verein, der allein im Merchandising 100 Mio Euro Umsatz macht. Man könnte jeden Bereich so durchgehen. Der Verein ist für mich sehr aufgeräumt und klar strukturiert, was die Führung angeht. Man sieht, dass vernünftiges Management mittelfristig zum Erfolg führt.“

Auch RB Leipzig hat durch den jetzigen Erfolg die Chance, die wirtschaftlichen Grundlagen zu verbessern. „Für die nächste Saison werden wir da noch mal einen großen Schritt nach vorne machen, was die finanziellen Erlöse und die Anzahl der Partner angeht.“ Das brauche man aber auch, da man aktuell von der Gehaltsstruktur her nur im Mittelfeld der Tabelle liege.

Gehaltsstrukturen bei Qualifikation für Europa überdenken

„Wir werfen nicht von heute auf morgen unsere Leitplanken über Bord. Aber wenn wir uns irgendwann für das internationale Geschäft qualifizieren sollten, hätten wir ganz andere Erlösmöglichkeiten und natürlich würde auch die Belastung größer werden.“ Dann müsste man auch weiter Geld in den Kader stecken und auch die Gehaltsbeschränkung überdenken. „Aber hier vertrauen wir ganz auf unseren Sportdirektor Ralf Rangnick. Er hat nicht nur in dieser Saison, sondern auch schon in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, richtig gute Mannschaften zusammenzustellen.“

Dabei hat Oliver Mintzlaff auch keine Angst vor dem Erreichen eines europäischen Wettbewerbs und den Anforderungen, die aus Financial Fairplay resultieren. „Das Thema wird immer wieder an uns herangetragen. Aber mit Financial Fairplay beschäftigen wir uns derzeit nicht, da haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Wir kennen die Regeln und müssen da nicht nacharbeiten.“

Stadionentscheidung weiter auf der Zielgeraden

Europäisch könnte man auch in der aktuellen Red-Bull-Arena spielen, wenn man ein paar Feinjustierungen vornimmt. „Das würde keinem größere Kopfschmerzen bereiten.“ Trotzdem steht weiter die Frage, ob man das aktuelle Stadion ausbaut oder ein neues baut.

In dem Zusammenhang wiederholt Oliver Mintzlaff, dass man in der Stadionfrage „auf der Zielgeraden ist“ und „es sein kann, dass wir uns dieses Jahr noch final entscheiden“. Dabei werde man sich nicht „von all den Emotionen, die es natürlich gibt leiten lassen“. Man müsse „eine langfristige Lösung finden, die für die Zukunft des Vereins am besten ist“ und auch in fünf oder zehn Jahren noch Sinn macht. In der jüngeren Vergangenheit hatte Mintzlaff erklärt, dass es eine Tendenz zum Neubau gibt. Dass die Entscheidung zwischen Weihnachten und Neujahr verkündet wird, hatte er ausgeschlossen.

RB Leipzig in München nicht chancenlos

Das ist aber Zukunftsmusik. Erstmal steht das sportliche Duell mit den Bayern dem Weihnachtsfest noch im Weg. „Wir, der Aufsteiger, der polarisiert, gegen den Rekordmeister. Das ist spannend und tut der ganzen Bundesliga gut“, freut sich Oliver Mintzlaff auf die Begegnung.

Chancenlos sieht er sein Team in diesem Spiel nicht. „Wir machen hier Leistungssport. Und wir haben immer eine Chance, ein Spiel zu gewinnen, wenn wir an unserem Leistungslimit spielen. Ralph Hasenhüttl hat es doch ganz treffend formuliert: Wo ein Punkt ist, sind auch drei.“