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„Weltklasse“-Dreierkette hält gegen Hoffenheim erneut die Null

Stefan Ilsanker, Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano kochten gemeinschaftlich bei RB Leipzig gegen Hoffenheim die gegnerischen Spieler ab. (Foto: Imago)

Stefan Ilsanker, Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano kochten gemeinschaftlich bei RB Leipzig gegen Hoffenheim die gegnerischen Spieler ab. (Foto: Imago)

Nach dem 2:0 von RB Leipzig gegen die TSG 1899 Hoffenheim stand vor allem Torschütze Timo Werner im Mittelpunkt. Aber auch die Abwehr hatte einen entscheidenden Anteil am Weiterkommen im DFB-Pokal.

Zum fünften Mal in Folge blieb RB Leipzig in einem Pflichtspiel ohne Gegentor. In den letzten acht Pflichtspielen kassierte man lediglich zwei Treffer. Den einen beim Sieg in Hoffenheim in der Nachspielzeit nach hartem Elfmeter. Den anderen beim Spiel in Trondheim beim Stand von 3:0 für RB spät in der Partie.

Defensivrekord von RB Leipzig wackelt

Das Ausmaß der Defensivstärke nimmt fast schon beängstigende Ausmaße an, nachdem RB Leipzig zu Saisonbeginn noch viele Gegentore zugelassen hatte. Zwischen Saisonstart in Dortmund Ende August und Niederlage gegen Salzburg in der Europa League Mitte September musste die RB-Defensive in fünf Spielen zwölf Gegentore hinnehmen.

Eine solche lange Serie von Pflichtspielen ohne Gegentor gab es bei RB Leipzig zuletzt in der Saison 2013/2014. Damals blieb der Verein unter Alexander Zorniger noch in der dritten Liga sogar sieben Spiele hintereinander (darunter eine Partie im Sachsenpokal) ohne Gegentor. Dieselbe Serie gelang noch in der Oberliga unter Timo Vogel in der ersten Saison des Klubs 2009/2010.

Ralf Rangnick lobt Defensiv-Mentaliät – Diego Demme sieht „Weltklasse“

„Das kann gern so weitergehen. Die Mannschaft hat Spaß am gemeinsamen Verteidigen gefunden“, zeigte sich Trainer Ralf Rangnick mit der Leistung seiner Mannschaft erneut zufrieden. „Wir müssen genauso weitermachen mit der Mentalität im Spiel gegen den Ball.“ Herausheben wollte er aber keinen aus dem Defensivverbund, denn „jeder in der Dreier- bzw. Fünferkette hat einen richtig guten Job gemacht.“

Dem pflichtete Diego Demme bei. „Hinten die drei haben Weltklasse verteidigt“, meinte er mit Blick auf Ibrahima Konaté, Stefan Ilsanker und Dayot Upamecano, die auf den Außenbahnen von Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg defensiv gut unterstützt wurden. Mit dieser Dreierkette war RB Leipzig schon beim 2:1 in Hoffenheim angetreten. „Logisch“ sei es für Ralf Rangnick gewesen, nach den Erlebnissen in Hoffenheim auch diesmal wieder auf eine Dreierkette umzustellen. Nur zwei Torschüsse im Strafraum erlaubte die Defensive im DFB-Pokalspiel. Die einzige Großchance hatte Hoffenheim erst in der Nachspielzeit der Partie.

Stefan Ilsanker lebt für die Null

Ob man Dreier- oder Viererkette spielt, komme „auf den Gegner an“, sieht es Diego Demme nüchtern. „Das Trainerteam entscheidet und wir funktionieren“, erkennt er keine größeren Probleme bei der Umstellung vom einen System auf das andere. „Wir trainieren auch fleißig für die Defensive. Die Abstände passen und wir lassen auch bei Standards nichts zu.“

„Ich lebe dafür, dass wir zu Null spielen“, erklärt mit Stefan Ilsanker der Kopf der Dreierkette im Spiel gegen Hoffenheim seinen Ansatz. Dass man zu Null spiele, „wird langsam zu einem Trend“. Ein Trend, den man sicherlich auch am Samstag beim Auswärtsspiel bei Hertha BSC fortsetzen will. Denn, so Ilsanker: „Es ist immer wieder geil, klar zu gewinnen.“

(RBlive/ mki)