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Peter Gulacsi: Noch mal deutlich verbessert an die Bundesliga-Spitze

Peter Gulacsi spielt im Tor von RB Leipzig bisher eine sehr gute Saison. (Foto: Imago)

Peter Gulacsi spielt im Tor von RB Leipzig bisher eine sehr gute Saison. (Foto: Imago)

Vor der Saison musste Peter Gulacsi die Entscheidung schlucken, dass er in der Europa League nicht die Nummer 1 ist, sondern dort Herausforderer Yvon Mvogo Spielpraxis erhält. Den Leistungen des Torwarts von RB Leipzig tut das keinen Abbruch. Seine Quote gehaltener Bälle ist so gut wie nie.

Peter Gulacsi hält mehr Bälle als in den letzten beiden Jahren

Wie der Kicker berichtet, hält Gulacsi bisher in dieser Saison in der Bundesliga mehr als 75% aller Schüsse auf sein Tor (Manuel Neuer kommt gerade mal auf 50%). Vergleicht man das mit seiner Karriere seit 2015 bei RB Leipzig, dann liegt diese Quote deutlich über dem Gesamtschnitt von 65%. In den beiden Hasenhüttl-Spielzeiten in der Bundesliga hielt Gulacsi 60 bzw. 65% aller Schüsse auf sein Tor.

Lediglich zwei Spiele verpasste der Ungar in den letzten beiden Spielzeiten unter Ralph Hasenhüttl. Pro Spiel bekam er dabei 3,7 Schüsse auf sein Tor. Rund 1,38 Schüsse konnte er davon pro Spiel nicht abwehren. Auch in dieser Saison bekommt Peter Gulacsi pro Spiel 3,7 Schüsse auf sein Tor. Passieren lässt er aber pro Spiel nur noch 0,9 Schüsse. (Zum Vergleich: Manuel Neuer bekommt pro Spiel nur 2,2 Schüsse auf sein Tor, lässt davon aber 1,1 Schüsse pro Spiel passieren.)

Gulacsi stark im Eins gegen Eins und deutlich verbessert im Passspiel

In Berlin parierte Gulacsi zuletzt starke fünf Torschüsse (so viel wie schon bei 2:1 in Hoffenheim), darunter auch gute Chancen der Herthaner. Gerade im Eins gegen Eins gilt der 28-Jährige aufgrund seiner Ruhe als sehr stark. Entsprechend gibt es keinen Torhüter in der Liga, der mehr Großchancen vereitelte als Peter Gulacsi. Am zehnten Spieltag war er für den Spiegel der beste Torhüter der Liga. Grundlage dafür ist keine subjektive Bewertung, sondern sind statistische Daten. Drei Topparaden werden dabei für ihn im Spiel bei Hertha BSC ausgewiesen.

Verbessert hat sich auch deutlich die Passquote von Peter Gulacsi. Die stieg von der zweiten Liga und von 65% Genauigkeit von Jahr zu Jahr sukzessive über 67% und 69% auf bisher 74% in dieser Saison. Darin drückt sich auch aus, dass er im Gegensatz zu den Vorjahren von Trainerseite verstärkt die Vorgabe bekommt, das Spiel von hinten heraus sauber und nicht nur mit einem langen Ball Richtung Stürmer zu eröffnen. Entsprechend hat sich der Anteil sauberer Pässe auf die Außen- oder Innenverteidiger deutlich erhöht.

Gulacsi macht keine groben Fehler

Nicht wesentlich erhöht, hat sich die Zahl der abgefangenen Ecken und Flanken. Die Strafraumbeherrschung bei hohen Bällen gilt allgemein als Achillesferse bei Peter Gulacsi. 1,1 Ecken oder Flanken pflückt er pro Spiel herunter. Das entspricht ungefähr dem Wert des Vorjahres, liegt aber auch deutlich über dem Wert der Saison 2016/2017. Damals fing Gulacsi nur 0,73 Flanken und Ecken pro Spiel ab. Bei vergleichbar gutem Defensivverhalten der Mannschaft wie in dieser Saison.

Ausweis dieser guten Defensivarbeit ist auch, dass Gulacsi schon fünfmal in der Bundesliga ohne Gegentor blieb. In der gesamten Vorsaison war das in 33 Spielen nur sechsmal der Fall gewesen. Im Jahr zuvor gelang es immerhin noch neunmal. Mit seinen Paraden hat Peter Gulacsi diese Saison entscheidenden Anteil, dass so viele Partien ohne Gegentreffer zu Ende gingen. Auch grobe Schnitzer, die zu Gegentoren führten, sind ihm noch nicht unterlaufen. In den letzten beiden Spielzeiten waren es insgesamt drei solcher Fehler mit direkten Folgen gewesen. Lässt sich gut an die Saison für Peter Gulacsi.

(RBlive/ mki)