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Update: ein RB-Fan in Salzburg festgenommen – Hartes Vorgehen gegen Pyro-Täter angekündigt

Der Fanmarsch der Anhänger von RB Leipzig startet am Salzburger Rudolfskai (Foto: RBlive).

Der Fanmarsch der Anhänger von RB Leipzig startet am Salzburger Rudolfskai (Foto: RBlive).

Die über 1000 Fans von RB Leipzig sind am Donnerstag vor der Partie in Salzburg lautstark und friedlich vom Hauptbahnhof zum zentralen Treffpunkt am Rudolfskai und weiter bis zum Stadion nach Wals-Siezenheim gezogen. Die Polizei vermeldete allerdings Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz während des Fanmarschs, nahm nach dem Spiel die Personalien von Anhängern auf und zeigte vier von ihnen an und musste eine Person festnehmen.

RB-Anhänger mit Widerstand gegen Beamte und Anzeigen wegen Pyrotechnik

Laut Salzburger Polizei wurden beim Einsatz rund um das Spiel zwischen Salzburg und Leipzig 23 Identitätsfeststellungen durchgeführt. Demnach kam es zu vier sogenannten Verwaltungsübertretungen wie Ordnungsstörung und Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetz, was Anzeigen nach sich zieht. Eine Person musste wegen versuchten Widerstands gegen Beamte festgenommen werden.

Alle Aktionen rechnen die Behörden RB-Anhängern zu. Auf Nachfrage von RBlive teilte die Polizei mit, dass „einige der Übertretungen nach dem Pyrotechnikgesetz“ beim Fanmarsch der RB-Anhänger Nachmittag aufgetreten seien. Die entsprechenden Personen sind der Polizei bekannt und werden angezeigt. Die Personen, die im Stadion Pyrotechnik zündeten, seien der Polizei dagegen nicht bekannt.

„Die anderen Aktionen (Ordnungsstörung, Widerstand gegen die Staatsgewalt) bzw die Identitätsfeststellungen durch die Polizei erfolgten nach dem Spiel im unmittelbaren Stadionbereich“, so die Polizei weiter. Während des Spiels habe es im Zusammenhang mit den Gästefans keine Vorfälle gegeben.

RB Leipzig will hart gegen Verantwortliche für Pyro-Einsatz vorgehen

RB Leipzig hat in einem ersten Statement ein hartes Vorgehen gegen die Verantwortlichen für den Einsatz von Pyrotechnik beim Spiel in Salzburg angekündigt. „Wir werden alles für die Ermittlung der Täter tun und diese bestrafen – sie werden bei RB Leipzig keine Spiele mehr sehen“, kündigte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff an. Zudem werde man ein bundesweites Stadionverbot beantragen und eine mögliche UEFA-Strafe auf die Täter umlegen.

Man verurteile „ganz entschieden den Einsatz von Pyrotechnik und Rauchbomben. Gewalt, jegliche Form von Diskriminierung und Pyrotechnik haben im Stadion nichts zu suchen. Wir sind es unseren Fans und den vielen Familien mit Kindern einfach schuldig, dass wir hier mit der gebotenen Sorgfalt und Härte vorgehen.“

Fanmarsch verläuft friedlich

Etwa 800 Fans waren am Nachmittag mit dem Fanzug in Salzburg angekommen und hatten schon auf dem Hauptbahnhof für Stimmung gesorgt. Im Stadion wurden über 2000 RB-Fans erwartet.


Die Laune bei den RB-Fans war auch beim Treffpunkt am Rudolfskai bestens. Wie auf unserem Video zu sehen, hüpfen Rentner neben Lederjacken-Trägern und Ultras zu „Rasenballsport” umher.

Kurios: Ein paar Meter war der Zug in die falsche Richtung geführt worden, musste umdrehen und setzte dann den Weg auf dem rechten Pfad Richtung Stadion fort. Capo und Trommler, die den Marsch anführten, mussten freilich schnell  ans andere Ende kommen.

Der Zug wurde von einem großen Polizeiaufgebot abgesichert. Übrigens: Von einem Bashing des Schwesterklubs sahen die RBL-Fans anders als die Salzburger bei ihrem Fanmarsch in Leipzig ab. (RBlive/uk)