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Von Ullrich Kroemer, Martin Henkel

Kommentar zum Präsenztraining bei RB Das Gebot der Stunde ist #stayathome

Bundesweite Anstrengung zur Verlangsamung der Corona-Epidemie.

Bundesweite Anstrengung zur Verlangsamung der Corona-Epidemie.

Es war recht lange still auf den Kanälen von RB Leipzig, was den Umgang mit dem Coronavirus angeht. Der Klub suchte nach einer Linie, wie er in Zeiten der Pandemie agiert. Kein Wunder: Die Leipziger, die sonst an jedem Promille zur Leistungsverbesserung tüfteln, müssen ihre Aktivitäten plötzlich auf ein Mindestmaß herunterschrauben. Am Freitagabend meldeten sich dann Trainer Julian Nagelsmann und Marketingchef Florian Scholz mit der Kampagne #WIRALLE zu Wort.

Rezeptetipps vom Koch

RB wolle seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden, heißt es. Dafür beginnt der Klub ein wochenlanges Programm mit diversen Maßnahmen, die vom Spendensammeln über ein Hilfsportal zu Bastelbögen für Kinder bis zu Rezeptetipps der Teamköche reichen. 

„Wir alle sollten vernünftig sein, wir alle sollten zu Hause bleiben”, sagt Trainer Julian Nagelsmann ernst in die Kamera. Noch wichtiger wäre es freilich gewesen, wenn das auch der Chefcoach und seine Spieler beherzigen würden. Denn anders als bei diversen anderen Erstligisten findet bei RB gerade Präsenztraining statt, wenn auch in kleinen Gruppen, ohne Körperkontakt und ohne Begegnungen in der Kabine oder in der Mensa. 

Dabei wäre es ein wichtiges Signal, wenn die sportliche Leitung die Profis vorerst ganz von den Einheiten am Cottaweg entbinden würde. In den vergangenen Tagen wurde das soziale und öffentliche Leben in der gesamten Republik weitgehend heruntergefahren, um die zuletzt rasante Ansteckungsentwicklung mit dem Corona-Virus zu verlangsamen. Es droht der Kollaps der medizinischen Intensivversorgung.

Das zu verhindern, darauf zielen alle Maßnahmen ab, denen sich Fußballklubs wie Bayern München und andere angeschlossen haben. Der Rekordmeister hat seinen Spielern Cybertraining verpasst. Alle „at home” mit Coach Hansi Flick am anderen Ende einer digitalen Schalte. Klubchef Karl-Heinz Rummenigge begründete das mit der Symbolkraft, die vom Verein ausgeht. Etwas, was für alle Bundesligisten gilt, die eben nicht nur „mittelständische Unternehmen” sind, sondern mehr noch Vorbilder mit weitreichenden Wirkungen in ihre Fangemeinden. Vor allem jetzt.

#stayathome!

Sollten deshalb gerade so viele Menschen wie möglich zu Hause bleiben, vor allem junge Leute, um u.a. auch die drohenden Ausgangssperren abzuwenden, dann wäre das oberste Gebot der Stunde nicht „wiralle” oder „Entschleunigung”, denn es steht gerade weder unser Lifestyle zur Debatte noch wird an irgendeinem von Covid-19 heimgesuchten Ort die Frage gestellt, was „wichtiger als Fußball” ist. Sondern, der eine Hashtag, der darüber entscheidet, wie die kommenden Wochen in den Spitälern verlaufen, ist: BleibtzuHause!

So wie das übrigens mittlerweile auch für Bundesligateams gilt, die ihre ersten Corona-Fälle zu bewältigen haben. Eintracht Frankfurt zum Beispiel und Hertha BSC müssen geschlossen daheim bleiben, da sie wegen infizierter Spieler unter Quarantäne stehen. Dass Sportdirektor Markus Krösche nun an diesem Freitag davon sprach, dass RB für die Partie am 4. April gegen Hertha trainiere, um „unsere Leistung auf den Platz bringen zu können”, wirkt angesichts dieser Entwicklungen seltsam weltfremd.

Trainer Nagelsmann hatte stets betont, dass es in der Bundesliga im Sinne eines fairen Wettbewerbes einheitliche Lösungen im Umgang mit der Corona-Krise geben müsse. Doch was ist fair und einheitlich daran, wenn ein Team wie RB zumindest teilweise trainiert und sich auf ein imaginäres Spiel vorbereitet, das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit niemals stattfinden wird - und sich die Herthaner zur gleichen Zeit in Quarantäne befinden? Nichts. Und das sollte RB auch so klar kommunizieren.

„Was ist wichtiger als Fußball?”, fragt die RB-Kampagne und antwortet mit: #Wiralle. Genau. (RBlive/ukr/mhe)

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