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„Mintzlaff in den Block”: RB-Fans weiten Proteste aus – jetzt auch Capo weg

„Wir müssen reden – Dialog jetzt!“: RB-Fans beim Spiel gegen Frankfurt.

„Wir müssen reden – Dialog jetzt!“: RB-Fans beim Spiel gegen Frankfurt.
Copyright: imago/Picture Point LE

„Wir müssen reden – Dialog jetzt!” stand schwarz und rot auf Weiß vor dem Fanblock von RB Leipzig. Und diese Aufforderung an die Klubführung nahmen die RB-Anhänger wörtlich. Noch eine Stunde nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt standen etwa 300 Anhänger im Sektor B und skandierten: „Wir sind die Fans, die Ihr nicht wollt.“ Und: „Mintzlaff in den Block”. Weil sich der Vereinsvorstand nicht zeigte, versuchten sogar etwa zehn Anhänger, über den Zaun zu steigen und zum VIP-Raum zu gelangen. Ordner hinderten sie daran.


Während des Spiels hatten die Fans in Sektor B geschlossen auf Fahnen und Klubbanner verzichtet und ab der zwölften Minute Protestplakate gezeigt – eine Anspielung auf den zwölften Mann, als den sich die Supporter begreifen. Darauf stand adressiert an die Vereinsführung: „Wer viel verspricht, vergisst auch viel.” Und: „Capo weg, Timm weg. Ist es das, was IHR wollt?” Zudem forderten die ultraaffinen Fans: „Fanbetreuung neu besetzen!” Und es gab diverse Transparente mit der Aufschrift: „Danke Timm”.


Hintergrund für die Fandemonstration ist die überraschende Kündigung des leitenden Fanbeauftragten Timm Merten, der in dieser Woche fristlos gekündigt hatte, weil er nach RBlive-Informationen keine Perspektive mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gesehen hatte. Für viele aktive RB-Fans brachte die Personalie das Fass zum Überlaufen. In einem offenen Brief wurde von 24 Fanklubs und dem Fanverband so geschlossen und deutlich Kritik geäußert wie noch nie in der RB-Fanszene.

Die fühlt sich in diversen Fragen nicht ernst genommen und „schon lange nicht mehr respektiert”, wie es in dem Brief heißt. Dass in anderthalb Jahren drei Chef-Fanbeauftragte gehen mussten oder gehen wollten, ist Ausdruck der mangelnden Priorität, die Fanarbeit bislang im Klub hatte. Zudem hatte RB Leipzig diverse Hausverbote u.a. wegen Pyrotechnik-Vergehen ausgesprochen, ohne zuvor wie üblich eine Stadionverbotskommission einzuberufen.

Auch wegen der Querelen mit dem Verein: Capo Sebastian nimmt sich eine Auszeit

Auch wegen des Ärgers mit dem Verein verabschiedete sich nun vorerst Vorsänger Sebastian aus dem Block. Der Capo, der seit neun Jahren auf dem Podest vor dem Fanklub die Fangesänge anstimmt, nimmt sich eine Auszeit. Das habe diverse Gründe, „aber das Thema Verein und Fans spielt dabei eine große Rolle”, teilte Sebastian auf RBlive-Anfrage mit. Wie lange die Auszeit des bekanntesten Capos währt, ist nicht bekannt. Der zweite Vorsänger Tommes und dessen Kollegen übernehmen derweil die Anführung des Supports.

Klubboss Oliver Mintzlaff mochte sich am Samstag nicht äußern, hat die Fans jedoch für diesem Montag im Stadion zum geforderten Dialog eingeladen. Einladungsmails waren am Samstagmittag an die Fanklubs verschickt worden. Bei RBlive hatte Mintzlaff betont: „Wir haben keinen Dissens mit den Fans. Ich habe nicht das Gefühl, dass es große Themen gibt, bei denen wir weit auseinanderliegen”, so der Vereinsvorstand und Geschäftsführer. „Wir haben immer auf die Wünsche gehört, unseren Worten Taten folgen lassen – dennoch gibt es klare Spielregeln. Und die werden wir in unserem Wohnzimmer auch konsequent beibehalten.”

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