Die RB-Spieler in der EinzelkritikAbspielböcke und Schnittstellenpässe wie aus dem Bilderbuch

Das Leipziger 2:3 gegen den FC Bayern war ein Sinnbild für die Klasse des RB-Kaders und seine Schwächen.

Von Martin Henkel Aktualisiert: 06.02.2022, 13:22
Fast das 2:4 durch Robert Lewandowski, Lukas Klostermann und Peter Gulacsi schauen zu
Fast das 2:4 durch Robert Lewandowski, Lukas Klostermann und Peter Gulacsi schauen zu (imago/mis)

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 2:3 gegen den FC Bayern gesehen

Peter Gulacsi: Kein Team zuvor in dieser Spielzeit schoss ähnlich oft auf seinen Kasten, nämlich 23 Mal. Pete hielt, was zu halten war, leistete sich aber - wie schon im Champions-League-Halbfinale Sommer 2020 - einen kapitalen Abspielbock, der zum entscheidenden 2:3 führte. Note: 4.

Lukas Klostermann: Bekam es auf der linken Innenverteidigerseite mit dem schnellen Coman und dem irrlichternden Sané zu tun. Hatte seine liebe Not, beide im Zaum zu halten, leistete sich aber keine groben Fehler. Note: 3.

Willi Orban: Spielte solide und mit vor allem guten Stellungsspiel, doch die fortgesetzten Leipziger Probleme beim Herausspielen in Bedrängnis gehen auch auf seine Kappe. Leitete mit einem Hochrisikopass auf den überraschten Laimer das 0:1 ein. Note: 4.

Josko Gvardiol: Gute Partie des Kroaten in Anbetracht des Gegners, der wenig Raum für eigene Vorstöße und Torchancen liess. Sein Eigentor im Zusammenspiel mit Gnabrys Schuss war kein Verschulden, aber Teil einer langen Fehlerkette. Vor dem 1:2 war er zu gedankenlangsam und ließ Lewandowski aus den Augen. Note: 3,5. 

Nordi Mukiele: Durch Simakans Ausfall erstmals wieder von Beginn an seit seiner Corona-Erkrankung. Hatte alle Hände voll zu tun, den schnellen und trickreichen Coman zu stellen. Vor dem 1:2 musste er ihn nach einem eigenen Vorstoß ziehenlassen. Wirkte nach 45 Minuten schwer ausgelaugt, musste aber bis Minute 72 durchhalten.   Note: 3. 

Konrad Laimer: Zwei Vorlagen des Österreichers, vor allem die zweite auf Nkunku war wie aus dem Bilderbuch. Ansonsten mit einigen Abspiel- und Stellungsfehlern. War von Orbans Sprengstoffpass vor dem 0:1 derart überrascht, dass er gegen Tolisso zu spät an den Ball kam. Note: 2,5.

Kevin Kampl: Ordentlicher Auftritt des Routiniers bis zu seiner Auswechslung in der Halbzeit, um Platz für noch mehr Offensive zu schaffen. Note: 2,5. 

Angeliño: Keine einfache Partie für den Spanier gegen den schnellen Gnabry. Spielte solide, aber unauffällig. Note: 3.

Christopher Nkunku: War mal wieder an allen RB-Toren beteiligt und auffälligster Spieler neben Olmo. Leitete das 1:1 mit einem Pass auf Laimer ein und schoss das 2:2. Note: 1,5.

André Silva: Der nächste Treffer für den Portugiesen, sein sechster unter Tedesco. Behauptete sich auch sonst gut gegen die Bayern-Verteidiger, in dem er viele Zuspiele verarbeitete. Note: 2,5.

Dani Olmo: Erstmals wieder von Beginn an seit seinen Verletzungen aus der Hinrunde. Ein Gewinn für das RB-Angriffsspiel. War mutig bei vielen Zuspielen, suchte immer eine weniger konventionelle Lösung, war agil und giftig. Schoss vier Mal auf Neuers Tor, entweder war der FCB-Keeper aber zur Stelle oder die Schüsse gingen knapp drüber bzw. vorbei. Note: 1,5.

Dominik Szoboszlai (46.): Brachte viel Power und neue Optionen für Leipzigs Angriffsspiel, einen aussichtsreichen Schuss in der 72. Minute konnte aber auch er nicht an Neuer vorbei im Tor unterbringen. Note: 2,5.

Amadou Haidara (60.): Ersetzte Laimer auf der Sechs, war gut im Spiel, konnte aber keine entscheidende Akzente mehr setzen, da seine Spieler um ihn herum langsam abbauten. Note: 3.

Emil Forsberg (60.): Hatte eine Einschussmöglichkeit, die Neuer parierte (82.), ansonsten kein großer Gewinn für Leipzigs Offensive, da in seinerm ersten Einsatz nach Verletzung noch etwas schwerfällig auf den Beinen. Note: 3.*

Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute zum Einsatz kamen.

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