RB Leipzig

„Fühlt sich an wie ein Heimspiel”: Ibrahima Konaté kehrt mit RB Leipzig in seine Heimatstadt Paris zurück

Von Ullrich Kroemer 24.11.2020, 07:30
Starke Leistung im Hinspiel: Ibrahima Konaté gegen Moise Kean.
Starke Leistung im Hinspiel: Ibrahima Konaté gegen Moise Kean. imago/Christian Schroedter

Ibrahima Konaté ist in Paris geboren und hat seine Karriere beim Zweitligaklub Paris FC mit zehn Jahren begonnen. Nun kehrt der 21-Jährige mit RB Leipzig zum Champions-League-Spiel bei Paris St. Germain (Di., 21 Uhr) zurück in seine Heimatstadt. „Das fühlt sich bisschen an wie ein Heimspiel, auch weil ich in Paris geboren bin und hier gelebt habe”, sagte Konaté. „Alle meine Freunde und meine Familie sind PSG-Fans, aber daran kann ich am Spieltag nicht denken.”

Im Halbfinale der „Königsklasse” im August in Lissabon hatte der baumlange Abwehrspieler nach einer erneuten Hüft-Operation nur zuschauen können. Nun ist er in den beiden Duellen in der Gruppenphase ein entscheidender Faktor. Denn aktuell ist „Ibou” der einzige Innenverteidiger bei RB Leipzig, der im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

Nagelsmann über Konaté: „Gehört schon jetzt zu den besten Innenverteidigern der Bundesliga”

„Er hat nach seiner schweren Verletzung den Rhythmus gefunden, bei der Nationalmannschaft und auch bei uns”, lobte Trainer Julian Nagelsmann. „Er kommt immer besser rein und hat außergewöhnlich hohes Potenzial.” Der Junge aus einem Banlieue könne immer noch zahlreiche Entwicklungsschritte gehen, „obwohl er schon jetzt zu den besten Innenverteidigern in der Bundesliga gehört”.

Nagelsmann bezeichnete den kantigen Abwehrmann nicht nur als „smarten jungen Mensch, mit dem man gern zusammenarbeitet”, sondern auch als „sehr guten, feinen Fußballer mit sehr guter Athletik und unglaublichem Körper”. RB-Ersatztorhüter Philipp Tschauner bezeichnete Konaté im RBlive-Interview jüngst als angehenden Führungsspieler, „der die französische Connection zusammenhält”.

Nagelsmann will Konaté auch mal auf die Sechs vorziehen

In der Zukunft plant Nagelsmann mit Konaté auch mal auf der Sechser-Position, wenn gegen dominante Gegner mal mehr Wucht vor der Abwehr gefragt sein sollte. So wie im Frühjahr, als er der 1,94-Meter-Mann gegen den BVB im zentralen Mittelfeld einwechselte. „Er kann auch mal auf der Sechs spielen, um da Körperlichkeit reinzubringen. Damit wollte ich ihn aber noch nicht überfordern, er soll sich erstmal auf seiner Stammposition entwickeln”, so Nagelsmann.

Aufregung kennt der coole Konaté nicht. Vor der Herausforderung gegen Neymar und Kylian Mbappé sagte er gelassen: „Paris hat mit Neymar und Mbappé große Fußballer in seinen Reihen. Aber morgen spielen elf gegen elf Spieler. Sie haben ihre Waffen, wir haben unsere.” (RBlive/ukr)