RB Leipzig

Hans Meyer: Red Bull ist kein Waffengeschäft

19.12.2017, 19:00
Hans Meyer über RB Leipzig.
Hans Meyer über RB Leipzig. imago

Eigentlich war die Professionalität im Handball Thema, als Hans Meyer beim Talk mit Stefan Kretzschmar auf Sky zusammen saß. Dann schwenkte der Ex-Handballstar auch auf RB Leipzig.

Hans Meyer: RB-Limonade ist moralisch OK

Und Hans Meyer gab ausschweifend seine Sicht der Dinge in Sachen Finanzierung von Spitzensport preis. Vor der Tatsache, „dass wir Fußball als Leistungssport professionell betreiben“ könne man nicht die Augen verschließen. Und fügte hinzu, dass ihm so lange egal ist, woher die Millionen am Ende kommen, wie sie ethisch sauber sind. „Es würde mich bedrücken, wenn der nicht mit seiner Limonade sein Geld verdient hätte, sondern mit Waffengeschäften in Saudi Arabien“, so Meyer.

Traditionspflege vernachlässigt?

Und findet nach wie vor, dass jeder Euro bei RB Leipzig gut investiert ist, weil die handelnden Personen ein klares Konzept verfolgen. Im Wettkampf des Profifußballs blieben andere, ehemals namhafte Vereine naturgemäß auf der Strecke. Wenigstens ein Teil des Problems sieht Hans Meyer hausgemacht. „Ich habe immer gesagt, unsere Clubs haben die Traditionspflege zum Teil vernachlässigt. Dass die Tradition sich rausnehmen kann, ein Vorrecht zu haben, wenn wir Marktwirtschaft haben, wenn ein Konkurrenzkampf da ist, dass kann man sich abschminken“, bezog er Stellung.

Wohin sonst mit den RB-Millionen?

Außerdem stellte Meyer die Gegenfrage, was mit dem Geld eines Dietrich Mateschitz oder Dietmar Hopps passieren, wenn es nicht in Hoffenheim oder Leipzig investiert wird. „Vielleicht noch eine Yacht für die Familie“, so unterstrich der ehemalige Bundesligatrainer auch die Unterstützung in anderen sozialen Projekten.